Hund im Büro – Pro und Contra

Stadthunde sind eine besondere Spezies unseres modernen Lebens. Sie flanieren, dinieren und gehen immer häufiger auch ins Büro, zwar derzeit meist noch mit Herrchen, aber wenn die Entwicklung so weitergeht, wer weiß.

In unserer Reihe Hund im Büro widmen wir uns den Aspekten des Vierbeiners im Büro aus Sicht von Hund, Herrchen, Kollege und Unternehmen. Auf der Internetseite www.stadthunde.com behauptet man, dass der Hund im Büro wissenschaftlich erwiesen eine Bereicherung ist. Wenn  Kollege Hund das Büro teilt, sollen Menschen die Atmosphäre viel entspanneter empfinden. Und aus medizinischer Sicht sei der Hund die ideale Ergänzung bei der Behandlung von Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden.

Na, da müsste doch der Chef aufhorchen, wenn er das hört und die Info mit der Krankenstatistik vergleicht. 20% weniger Krankheitstage durch Kollege Hund, den er noch nicht mal bezahlen und sozialversichern muss.

Wie es in der Realität bei den Chefs aussieht werden wir recherchieren und hier zusammenfassen. Uns interessiert aber natürlich auch, was muss ich tun, worauf muss ich achten, wenn ich in einem Unternehmen arbeite, wo Hunde willkommen oder zumindest toleriert sind. Es kann ja sein dass Zamperl (noch) nicht so ganz bürofeine Angewohnheiten hat, was dann? Und wie sieht es aus, wenn er den Hund vom Kollegen beißt, oder das Bein an der firmeneigenen Yukapalme hebt.

Verstößt es gegen geltendes Recht, wenn Hund auf einmal Haushilfsjobs verrichten muss? Ist Hundearbeit verboten? Wohl eher nicht, sondern willkommene Abwechslung für Mensch und Tier, wenn Hund im Büro dem Herrchen oder Frauchen mit Aktenstapel auf dem Arm die Tür öffnet.

Wir wünschen uns Erfahrungsberichte, wie Ihr Büroalltag mit Kollege Hund im Büro aussieht.

Mitlesen, mitdiskutieren. Ihre Kommentare sind willkommen beim Thema Hund im Büro – Pro und Contra.

Hundehaltung während der Arbeitszeit – Hundesitting

Als ich am Wochenende mal wieder einen Spaziergang entlang der schönen Isar unternahm, hatte ich folgenden Eindruck:

Die Anzahl der Hunde bzw. Hundebesitzer vermehrt sich zunehmends. Das ist auch insoweit nicht verwunderlich, dass ich in der Stadt der Singles lebe. Was liegt daher also näher, als sich einen treuen Partner zuzulegen, nämlich einen Hund. Die Vorteile liegen auf der Hand: Hunde sind treue Wegbegleiter. Sie sind genügsam: Ein paar Leckerlis pro Tag und ein paar Streicheleinheiten genügen. Man kann mit Hunden nicht streiten. Die tägliche Fitnesseinheit ist gesichert und: Singles fühlen sich nicht mehr einsam.

Jedoch gibt es auch einen entscheidenden Nachteil: Wohin mit meinem Hund während ich arbeite?

Nur sehr wenige Arbeitgeber sind erfreut, wenn die Mitarbeiter ihre Zamperl mit ins Büro nehmen. Bei Aussendienst-Tätigkeiten ist die Unterbringung noch viel problematischer. Den Hund während Kundenterminen im Auto zu belassen, ist lebensgefährlich (siehe dazu den Artikel: Hilfe für den Hund bei Hitze im Auto – Gefahr von Hitzetod!)

Den Hund in der Wohnung zu lassen, halte ich in den wenigsten Fällen für ideal. Gerade bei den Münchner Mietpreisen ist es unwahrscheinlich, dass der Hund in der Wohnung genug Freiraum hat, um sich „austoben“ zu können. Und auch nur wenig Münchner verfügen über einen abgeschlossenen Garten, der dem Hund tagsüber genug Auslauf bietet.

Deswegen haben sich ein paar kreative Münchner, denen diese Problematik bekannt ist, mit folgender Geschäftsidee bei Hundebesitzern beliebt gemacht: Sie bieten Hundesitting an. Vom einfachen täglichen Gassi gehen, bis hin zum 24-Stunden-Service oder Urlaubsbetreuung. Die Hundebetreuer sind entweder Hausfrauen, die sich ein kleines Taschengeld dazu verdienen wollen, bis hin zu staatlich geprüften Tierpflegern. Sie holen Ihr Zamperl auf Wunsch zu Hause ab und bringen es auch wieder zu Ihrer gewünschten Zeit nach Hause. Und das alles für einen geringen Obulus.

Immer handelt es sich um ausgesprochene Hundeliebhaber, die sich um Ihren Hund kümmern, als wäre es ihr eigener. Dies kann ich als regelmäßige Spaziergängerin und  Beobachterin dieser Dogsitter bestätigen.

Wie schön, dass es sie gibt – glückliche Hundebetreuer und glückliche Hundebesitzer.

Irrtümer und Erfahrungen beim Thema veganer Tierernährung

tiere-in-muenchen hat zum Thema „Vegane Tierernährung“ recherchiert.

Auffällig war, dass kaum eine gedankliche Verknüpfung existierte, dass Tierliebe zum eigenen Tier etwas mit qualvoller Massentierhaltung und industrieller Fleischproduktion zu tun hat. Sozusagen andere fühlende Lebewesen leiden müssen, damit wir mit Strolchi Gassi gehen und Muschi knuddeln können.

Wir finden, wer wahrhaft tierlieb ist, sollte für sich die Frage beantworten, ob die eigene Tierliebe und die Freude an und mit unseren vierbeinigen Lebensbegleitern nicht ohne Qual für die „Futtertiere“ möglich ist.

Hier wollen wir aufklären und informieren, wie es um das Thema veganer Tierernährung steht.

Folgender häufig anzutreffender Meinung sind wir genauer nachgegangen: Vegane Tiernahrung ist nicht möglich für Hund und Katze und wenn vielleicht noch am ehesten für den Hund aber nicht für die Katze.

In diesem Artikel wollen wir auf die Erfahrungen eingehen, die bei Grenzenlose Tierliebe e.V.  mit veganer Tiernahrung gemacht wurden. Dort werden seit 20 Jahren Tiere vegan ernährt und die Tiere erfreuen sich seither bester Gesundheit.  Vegane Tierfütterung ist auch problemlos möglich, da es bereits eine Vielzahl von Anbietern gibt, die Nass- und Trockenfutter im Sortiment haben. Oft können diese Produkte auch bequem im Internet bestellt werden.

Obwohl es sich bei diesen Anbietern um Vollfutter handelt, das keinerlei weitere Zugaben benötigt, wird von den Tierfreunden von Grenzenloser Tierliebe e.V.  der Speiseplan trotzdem noch mit frischem, oft roh-geriebenem Gemüse, Algen, Reis, Kartoffeln, Nudeln usw. angereichert.

Wir waren selbst erstaunt, dass es schon seit so langer Zeit Erfahrungen mit veganer Tierernährung gibt, kommt das Thema vegane Ernährung doch erst jetzt immer häufiger im Zusammenhang der globalen Erderwärmung ins  Bewusstsein der Öffentlichkeit.

In den nächsten Artikeln wollen wir uns dem Thema aus veterinärmedizinischer Sicht widmen. Danach suchen wir Tierliebhaber, die bereits Erfahrungen gemacht haben ihren Hund oder Ihre Katze von normaler Fütterung auf vegane Tierernährung umzustellen.

Artgerechte Tierhaltung Teil 1 – Einführung

Die meisten Haustiere (und Nutztiere) sind heutzutage durch ihre Domestikation (= innerartlicher Veränderungsprozess von Wildtieren, bei dem diese durch den Menschen über Generationen hinweg von der Wildform genetisch isoliert gehalten werden) nicht mehr imstande, sich in einer natürlichen Umgebung selbst zu versorgen und/oder fortzupflanzen. Die Haustiere (und Nutztiere) haben sich aber trotzdem verschiedene natürliche Verhaltensweisen erhalten, wie z.B. ihren Bewegungsdrang, den Jagdinstinkt oder das Bedürfnis, sich zu verstecken. Diese Verhaltensweisen sollten die Haustiere in der artgerechten Tierhaltung unbedingt ausleben können. Wenn sich die Haustiere wohlfühlen, hat das auch für den Halter viele Vorteile. Artgerecht gehaltene Tiere sind in de Regel lebhafter, gesünder, weniger anfällig für Stress und Krankheiten sowie friedfertiger im gegenseitigen Umgang.

Zur artgerechten Tierhaltung gehört unter anderem ein ausreichendes Platzangebot für jedes Tier, welches auch Rückzugsmöglichkeiten und weit reichenden Auslauf bietet. Das ist natürlich in einer Großstadt wie München einer der am schwierigsten umzusetzenden Kriterien einer artgerechten Tierhaltung. Daher sollte ich mir schon sehr genau überlegen, ob ich es wirklich verantworten kann, z.B. in einer Dreizimmer-Wohnung eines großen Wohnblocks mitten in der Stadt einen großen Hund zu halten.

Weitere Kriterien einer artgerechten Tierhaltung sind voneinander getrennte Bereiche für Fressen, Defäkieren und Liegen sowie ein Futterangebot, wie es das Haustier auch im natürlichen Umfeld vorfinden würde, welches also seiner spezifischen Ernährungsphysiologie entspricht. Zusätzliche Beschäftigungs- und Pflegemöglichkeiten sollten, je nach Art des Haustieres, durch die Tiere selbstständig ausgelöst und genutzt werden können. Als Beispiel sei hier ein Massagegerät zur Substitution von nicht mehr vorhandene Möglichkeiten des Schabens an Bäumen in freier Natur genannt.

Aus Tierrechtssicht wird immer wieder argumentiert, dass Tierhaltung nicht artgerecht sein kann, da artgerecht nur ein Leben in Freiheit sei.

Fortsetzung folgt!
Eine Diskussion über das Thema artgerchte Tierhaltung in diesem Forum ist ausdrücklich erwünscht!

Aufruf: „Rettet die Schildkröten im Westpark“

Auf Nachfrage beim Münchner Tierheim, ob und wenn ja etwas für die Schildkröten im Westpark getan werden kann, erhielten wir eine ausführliche Antwort von Dr. Markus Baur, Fachtierarzt für Reptilien und Leiter der Auffangstation für Reptilien, München e.V.

Das Problem ist bekannt. Die Hilflosigkeit groß und die vorhandenen Gesetze Papiertiger. Verantwortung für Tiere hört beim Geld schnell auf, wenn die Betroffenen keine Wählerstimme haben, oder Arbeitsplätze schaffen. Gutgemeinte Gesetze nützen nichts, um Misstände zu beheben, wenn Geld und Wille fehlt.

Zu den Fakten: Der Westpark ist für die Schildkröten das Ende einer langen Reise aus USA oder Asien. Dort werden sie nach gewinnorientierten Gesichtspunkten produziert, um dann im europäischen Fachhandel ohne gewissenhafte Beratung an völlig uninformierte Laufkundschaft verkauft zu werden. Die Käufer sind sich über Kosten und Umfang der Pflege nicht bewusst.

Schnell wird dann das Tier zum Wegwerfartikel und Neozoen, das auch noch als Faunenverfälscher geächtet ist. Das Aussetzen von Schildkröten ist nicht ethisch und moralisch zu rechtfertigen, sondern auch gem. §§ 1 und 2 des Tierschutzgesetzes eine Straftat.

Aber was tun – Ganz konkret im Fall unserer Schildkröten im Westpark?

Zurückbringen – schön, die Frage ist nur: Wohin zurück? Teilweise wird propagiert die Tiere nach China zu exportieren, wo sie dann gegessen werden. Andere, auch öffentliche Stellen, plädieren für die Tötung der Tiere, was jedoch ebenfalls einen erheblichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt.

Generell sollten wir alle dazu beitragen, dass die Anzahl von unbedarft gekauften Tieren abnimmt. Aufklärung auf breiter Front und Anschaffung nur, wenn eine lebenslange Betreuung sichergestellt ist.

Des Weiteren sollten wir uns dafür einsetzen, dass die eigentlichen Verursacher des Problems, die Erzeugerstaaten und der Tierhandel in die Pflicht genommen wird. Warum kein Gesetz, dass abgegebene Tiere zurückgenommen werden müssen, genauso wie Plastikflaschen und Elektrogeräte auch. Dann würden die Marktmechanismen für die Kreatur und nicht mehr gegen die Kreatur wirken.

Und ganz konkret im Fall der Schildkröten im Westpark? Wir klären mit dem Referat für Gartenbau, ob eine Schildkröten Rettungsaktion Zustimmung findet und suchen dann nach freiwilligen Helfern und Spendengelder, diese Tiere in eine Auffangstation zu bringen, wo sie den Winter überleben können.

Besuchen Sie wieder unseren Blog, wenn Sie das Thema Schildkröten im Westpark interessiert und zögern Sie nicht hier Ihren Kommentar abzugeben.

Hund allein zu Hause – Einzelhaft für den Hund

Mein Name ist Tim. Ich bin ein 4 Jahre alter, mittlerweile doch recht stattlich gewachsener Labrador. Bin stolzer Besitzer eines glänzenden, schwarzen Fells und sehe super aus. Das behauptet jedenfalls auch mein Frauchen und ihre Freundinnen.

Am liebsten spiele ich mit anderen Hunden im Park und auch mit meinem Frauchen. Allerdings hat sie nur sehr wenig Zeit für mich. Denn sie muss Geld verdienen, damit sie sich selbst und auch mir gutes Futter kaufen kann. Ich bin einer von vielen Hunden allein zu Hause. Sie verläßt in der Regel um 8 Uhr die Wohnung und kommt nicht vor 18.30 Uhr nach Hause. Meist hat sie nur am Wochenende Zeit, sich länger um mich zu kümmern. Darüber bin ich sehr traurig.

Wir leben in München und mein Frauchen jammert regelmäßig, wie teuer das Leben hier ist. Sie kann sich deswegen nur eine sehr kleine 2-Zimmer-Wohnung leisten. Da ich schon recht groß bin, habe ich keine Möglichkeit, in der kleinen Wohnung rumzutollen.

Ich merke schon seit längerer Zeit, dass sich Speckröllchen ansetzen. Die würde ich sehr gerne abtrainieren, aber wie denn? Bei dem kurzen Gassigehen in der früh und am Abend habe ich nicht genug Zeit und Gelegenheit, meine Fettpölsterchen loszuwerden. Deswegen warte ich immer sehnsüchtig auf das Wochenende und hoffe, dass mein Frauchen sich aufraffen kann, mit mir ausführlich an den Isarauen spazieren zu gehen. Dort treffe ich immer andere Hunde, mit denen ich spielen und herumtollen kann. Und manchmal darf ich auch ohne Leine frei herumlaufen.

Das ist allerdings nicht immer erlaubt. Wenn ich Sonntag Abend wieder in meinem viel zu engen Körbchen liege, blicke ich zurück auf das tolle Wochenende und wünsche mir, dass die Woche sehr schnell vergeht. Ich wünsche mir, dass mein Frauchen bald einen Partner findet, der ein Haus mit großem Garten auf dem Land besitzt und sie mit ihm und mir dorthin zieht. Oder dass sich jemand anderes um mich kümmern kann, wochentags zwischen 8 – 18 Uhr. Das ist ein Hundeleben!

Skateboarding Bulldoggs

Skateboarding Bulldoggs:

Eine neue Hunderasse begeistert die Welt.
Hunde, die Skateboarden, Snowboarden und Surfen können.
Das Lustige daran ist, dass sie ganz genau wissen, was sie tun und sie lieben es!
Viele von ihnen sind englische Bulldoggen, aber auch andere Rassen lieben diese Art von “Sport”.
Sie tragen Namen wie Tillman, Darla, Tyson oder Pete.

Das sind wirklich keine gewöhnlichen Hunde. Auch Dein Hund kann Skateboarden lernen.
Wie, zeigen wir Dir weiter unten. In der Zwischenzeit schaut Euch mal Tillman beim Cruisen an!

Hunde Skateboard-Schule:

Es ist schönes Wetter und Dein Hund fleht dich an mit Ihm zu spielen.
Das ist die richtige Gelegenheit um ihm Skateboarden beizubringen.
Nimm dafür deine Leine mit und drucke dir diese Anleitung aus.

  • Nimm das Skateboard und fahre selber ein wenig, während dein Hund dir folgt oder dir zuschaut.
  • Jetzt stell das Skateboard neben deinem Hund und hilf ihm seine Vorderpfoten aufs Board zu kriegen.
    Belohne ihn, wenn er es schafft. Das ist ganz wichtig!
  • Versuche im nächsten Schritt ihn ganz aufs Brett zu kriegen. Vergiss nicht ihn wieder zu belohnen.
  • Schiebe nun das Skateboard mit deinem Hund drauf eine Weile.
    Lass ihn auch einen kleinen Hügel runterfahren bis das Brett stehen bleibt.
    Übertreibe es nicht! Der Hügel darf am anfang nicht zu steil sein.
    Dein Hund muss sich wohlfühlen.
  • Alternativ kannst du das Skateboard an einer Leine ziehen.
    Vielleicht dann auch ein paar erste Kurven.
    Dein Hund wird natürlicherweise oft abspringen.
    Zwinge ihn nicht. Gib ihm lieber was zu knabbern wenn er lange auf dem Brett bleibt.
  • Dein Hund muss sich an das Skateboarden erst gewöhnen.
    Du kannst die Kriterien für sein “leckerli” erhöhen um seine Leistung zu steigern.
    Gib ihm erst dann was zu knabbern wenn er richtig gut war.
    Ermuntere Ihn immer wieder während er auf dem Brett steht.
  • Sobald sich dein Hund auf dem Skateboard wohlfühlt, ist er bereit das Brett selber anzuschieben.
    Das ist vielleicht der schwierigste Teil. Stelle ihn auf´s Brett und nimm eine Pfote runter auf den Boden.
    Er wird instiktiv probieren sich abzudrücken.
  • Hab´ Geduld mit ihm und belohne ihn immer wieder wenn er gut war.
  • Wenn dein Hund sich irgendwann unwohl fühlen sollte, vertage lieber die Lektionen auf einen anderen Tag.

Der Igel im Herbst – Wann braucht er Hilfe beim Überwintern?

Herbst, nun beginnt er aufs Neue: der Wettlauf Igel gegen Zeit! Wird er es noch schaffen, sich das nötige Gewicht anzufressen, damit er den kommenden Winter überstehen kann? Braucht er beim Überwintern vielleicht die Hilfe des Menschen und wie soll diese aussehen? Dies sind nur einige der Fragen die sich Wildfreunde jedes Jahr wieder stellen. Beachtet man ein paar Tipps, kann dem Wildtier mit wenig Aufwand geholfen werden.

Ein normalgewichtiger gesunder Igel zieht sich gewöhnlich ab etwa November zu seinem Winterschlaf zurück. Das heißt, er verkriecht sich in sein Nest, senkt seine Körpertemperatur stark ab, reduziert seine Herztöne und seinen Puls, um so die kalte Jahreszeit gut zu überstehen. Dies ist erforderlich, da er im Winter keine Nahrung findet und keinen Winterpelz besitzt.

Welche Igel brauchen unsere Hilfe?

  1. Jungigel, die es nicht mehr schaffen, sich ein Gewicht von 500-600 Gramm (das Tier sollte in etwa die Größe einer Kilo-Packung Zucker haben) anzufuttern
  2.   abgemagerte Altigel (Kennzeichen: langer, dünner Körper; eingefallene Flanken, schlaffe Haut und ausgeprägtes Rückgrat)
  3.   kranke und unterkühlte Tiere (Merkmal: Torkeln, Zittern, Liegen ungeschützt im Freien)
  4.   verletzte „Stachler“

Wie kann ich helfen?

  1. Zufüttern mit Igel-und Katzentrockenfutter, Katzennaßfutter ohne Soße und Gelee (Durchfallgefahr), geschälte ungesalzene Nüsse und Sonnenblumenkerne (ACHTUNG: zum Trinken nur Wasser, keine Milch oder Sahne!!)
  2. Winterquatiere schaffen (z.B. mit Planen abgedeckte, trockene Laubhaufen)
  3. stark untergewichtige und kranke Tiere dürfen nicht in den Winterschlaf fallen (ab ca. 8-10°C) und benötigen daher eine Temperatur von mindestens 15°C
    • Unterbringung: in einem trockenen und ruhigen Raum mit Tageslichteinfall
    • Quartier: dickwandiger Karton oder Holzkiste (Mindesthöhe 50 cm; je größer desto besser) ausgelegt mit Zeitungspapier, Kleintiereinstreu, reichlich Heu und Schlafhaus
  4. Bei verletzten oder kranken Tieren ist unbedingt die Unterstützung durch einen igelerfahrenen Tierarzt oder einer Igelstation erforderlich. Auch gesunde Igel sollte man vor dem Überwintern von Ungeziefer, d.h. Flöhe, Zecken und innere Parasiten, befreien lassen.

Haben die kleinen stachligen Gesellen den Winter gut überstanden bleiben sie in einem igelgerechten Garten dem Besitzer meist über Jahre treu.

Vegane Tierernährung: Tierliebe und Fleisch essen – ein Widerspruch?

Heute greifen wir ein brisantes Thema auf: Fleischverzehr von Mensch und Tier – wie läßt sich das mit Tierliebe vereinbaren? In unserer Reihe vegane Tierernährung Pro und Contra, Hintergrund und Meinungen wollen wir uns diesem Thema widmen. Wir wollen recherchieren, provokativ und informativ sein und Euch bitten mit zu diskutieren.

Provokation: Vegane Tierfütterung

„Sich selbst aus ethischen Gründen vegan zu ernähren und gleichzeitig sein Haustier mit Tierqualprodukten zu füttern ist nicht nur absurd, sondern schizophren. Bis jetzt habe ich nur völlig absurde Rechtfertigungen für diese schizophrene Haltung gehört, die logisch nicht nachzuvollziehen sind. Wer Bedenken hat, sein Tier vegan zu ernähren, sollte kein Tier halten. Denn es ist moralisch verwerflich, aus egoistischen Gründen, weil man z. B. Spass an der Gesellschaft von Tieren hat, das Quälen und Töten von Futtertieren in Auftrag zu geben. Der eigene Spass und das eigene Tier sind nicht mehr wert als die gequälten Futtertiere.“ Quelle: www.provegan.info

An anderer Stelle im Internet findet sich das Interview der Hundezeitschrift  „DOGS today“ mit Herrn Dr. Goldner, der sich ebenfalls für die vegane Tierernährung aussprach. Das gesamte Interview können Sie hier nachlesen.

In dem Artikel wird behauptet, dass eine 7-jährige Doggenhündin und ein 4-jähriger Rüde seit Jahren vegan ernährt wird. Scheinbar ohne gesundheitliche Probleme für die Hunde. Ist das ein Fake? Kann es sein, dass Hunde, die ja als Fleischfresser bekannt sind, auch vegan ernährt werden können? Wir suchen subjektive Erfahrungsberichte und Expertenmeinungen.

Bitte kommentiert dieses Thema! Meinungen, Information, wissenschaftliche Studien sind willkomen. Wir recherchieren weiter. Besonders interessiert uns die Sicht von Tiermedizinern und die Stimmen aus dem Tiernahrungshandel. Gib es bereits eine gestiegene Nachfrage nach veganer Tiernahrung? Bis bald hier im Blog zum Thema Vegane Tierernährung.

Wildtierfütterung – gut oder schlecht?

Immer wieder beobachte ich viele Menschen, die in öffentlichen Parks und Gewässer Wildtiere füttern.
Diese Praxis der Wildtierfütterung ist aus den folgenden Gründen problematisch:

1. Das den Wildtieren angebotene Futter ist in der Regel nicht artgerecht. Es handelt sich vielfach
um Essensreste wie z.B. altes Brot. Durch diese Art der Fütterung werden die Wildtiere anfällig für
Krankheiten. Normalerweise ernähren sich Wildtiere (Wildvögel) wesentlich vielseitiger mit Pflanzenteilen,
Muscheln, Insekten etc..

2. Oftmals wird zuviel gefüttert, so dass die Wildtiere vieles liegen lasen. Diese Abfälle verschmutzen
die Parks und die Gewässer mit der Folge von Algenbildung etc.

3. Die Wildtiere vermehren sich überproportional und das biologische Gleichgewicht wird insgesmt empfindlich gestört.
Ein besonders sichtbares Beispiel dafür sind die Wildtauben, die in jeder Stadt immer mehr zur Plage werden.

Fazit:
Bitte keine Wildtiere, auch keine Wildvögel (z.B. Enten, Gänse, Schwäne) füttern.
Die finden immer genug artgerechte Nahrung in der Natur. Die vermehrten Ausscheidungen bei Fütterung von Brot, Kuchen etc.
führen zu extremer Algenbildung in den Gewässern, was sich auf den Fischbestand sehr negativ auswirkt und der See (Teich) früher oder später
umkippt (Sauerstoffentzug). Ausserdem macht es die Vögel zahm; sie verlieren ihre natürliche Scheu vor den Menschen, sie können
leichter gefangen werden. Zudem belästigen ständig bettelnde Enten und Schwäne die Spaziergänger.

Also liebe Tierfreunde: Ihr beweist eure Liebe zu Wildtieren am besten dadurch, dass ihr Wildtiere
grundsätzlich nicht füttert. So bleiben die Wildtiere gesund und munter, die Gewässer werden nicht unnötig belastet
und das ökologische Gleichgewicht wird nicht durch die Wildtierfütterung gestört.

So einfach kann es sein, etwas sehr Gutes für die Wildtiere und die Natur zu tun!!