Artgerechte Tierhaltung Teil 4 – Kaninchenhaltung

Häufig lässt die artgerechte Kaninchenhaltung sehr zu wünschen übrig, denn Kaninchen werden oft als bedürfnislose Tiere angesehen, die man als Set mit Käfig, Trockenfutter und zu kleinen Häuschen als Sonderangebot im Fachhandel bekommt.
Viel zu jung kommen diese Kaninchen dann aus Unwissenheit in „Käfigeinzelhaft“. Ein trauriges Schicksal, denn hier leiden die Kaninchen still vor sich hin.

Würde es nicht viel mehr Spass machen, ein Kaninchen zu haben, das seine natürlichen Verhaltensweisen ausleben und laufen, hüpfen, springen oder Männchen machen kann? Das gesundes, natürliches und artgerechtes Futter bekommt? Und das mit einem Artgenossen, mit dem es schmusen, spielen und sich gegenseitig das Fell pflegen kann? Diese Fragen muss man wohl eindeutig mit JA beantworten – oder?

Wieviel Platz ist für eine artgerechte Kaninchenhaltung erforderlich?
Beobachtet man Kaninchen die sich frei bewegen können eine Weile, so wird ziemlich schnell klar, dass Kaninchen generell nicht in einen Käfig gehören. Sie sind extrem bewegungsfreudig – sie laufen, hüpfen und machen Männchen. Diese natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse sind in einem Käfig nicht möglich. Die Muskeln und Sinne der Kaninchen verkümmern und ihre Lebensfreude sinkt bis auf den Nullpunkt. Und das hat natürlich auch Einfluss auf unsere Lebensfreude, denn halten wir uns nicht die Kaninchen, damit sie uns Freude bringen? Wieviel Platz braucht nun das Kaninchen? Als Faustregel gilt: mindestens 2 qm für die kleinen Rassen und mindestens 3 qm für die grossen.

Kaninchengerechte Ernährung

Das Wichtigste: kein getreidehaltiges Trockenfutter! Auch wenn im Fachhandel besonders viele Futtersorten angeboten werden, die Getreide enthalten. In der freien Natur fressen die Kaninchen kein Getreide. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Früchten und Baumrinden. Durch Getreide entwickeln die Kaninchen früher oder später Krankheiten wie z.B. chronische Durchfälle und Zahnprobleme. Diese Beschwerden werden leider viel zu selten mit dem getreidehaltigen Futter in Verbindung gebracht. Kaninchen nehmen in der freien Natur zwischen 30 bis 80 Mahlzeiten am Tag zu sich. Daher sollten auch unsere Hauskaninchen möglichst viele kleine Mahlzeiten bekommen. Wichtig ist auch, dass Kaninchen immer genug frisches Heu bekommen. Dieses Raufutter sorgt dafür, dass die ständig nachwachsenden Zähne der Kaninchen abgenutzt werden und die Nahrung im Magen weiter transportiert wird. Eine gute Qualität mit vielen verschiedenen Kräutern und Blüten ist hierbei wichtig und es sollte immer grün und trocken sein und nach Wiese duften. Das tägliche Kaninchenfutter sollte aus ca. 80% Heu, 15% Gemüse und 5% Obst und Kräuter bestehen.

Hund im Büro – es stinkt!

Das Thema Hund im Büro war gestern Anlass für eine heftige Diskussion in privater Runde. Marlies (Name geändert), seit einem Jahr Hundebesitzerin, erzählte von ihren Erfahrungen mit Hund im Büro. Ihr geht es wie vielen Hundebesitzern. Die Lust fehlt, wenn morgens um 5 Uhr 30 der Wecker klingelt und es aufstehen heißt, weil noch schnell vor dem Weg zum Büro man mit dem Hund Gassi gehen muss. Man oder in unserem Fall gestern Frau ist müde, will nicht in die Kälte, aber es hilft nichts. Und das nur, weil ihr Arbeitgeber so unflexibel ist und Hunde im Büro nicht gestattet.

Diesem Missstand könnte leicht begegnet werden, wenn Arbeitgeber großzügig wären und es ihren Mitarbeitern überließen, sich beim Thema Hund im Büro zu einigen. Diese Meinung vertrat zumindest Marlies zu Beginn des bald nicht mehr so gemütlichen Abends. Ganz anders sah das Veronika und Gerd (Namen geändert), die beide in einem Büro arbeiten, wo es der Chef den Mitarbeitern freistellt, ihren Hund mitzubringen, wenn sich dieser anständig verhält. Veronika und Gerd finden das total unmöglich, weil sie den Geruch des Hundes, den der Hund im ganzen Büro verströmen würde unerträglich fänden. Im Sommer wäre das ja noch o. k. gewesen, da die ganze Zeit bei geöffneten Fenstern gearbeitet wurde und die Menschennasen die Hundedüfte nicht wahrnahmen.

Jetzt im Herbst, wenn die Fenster geschlossen sind, röche es unerträglich nach Hund im Büro und das Bürobarometer steht beim Thema Hund im Büro im vorliegenden Fall auf Sturm. Veronika und Gerd finden es absolut unzumutbar, dass ihr Chef von ihnen Toparbeit erwartet und zusätzlich noch aufbürdet, sich mit hundebsitzenden Kollegen über akzeptable Arbeitsbedingungen zu streiten. Sie wollen nun ihren Chef dazu bringen, dass Haustiere generell in Büros untersagt sind. Diese brachte Marlies so in Rage, dass sie Veronika als karrieresüchtig beschimpfte und schluchzend die Party verlies.

Hunde und Schokolade

Wer kennt als Hundebesitzer diese oder eine ähnliche Szene nicht. Du machst es dir mit einer Tafel Schokolade auf der Couch gemütlich. Bello ist Dir bereits auf Schritt und Tritt gefolgt seitdem Du die Süßigkeit aus dem Schrank geholt hast und macht es sich nun mit großen, treuen Augen vor Dir bequem. Er ist zuversichtlich bald auch ein Stückchen zu bekommen und bleibt daher artig vor Dir sitzen. Bello probiert es ganz geduldig mit warten und Hypnose des Essens. Nach einer kurzen Zeit, winselt erst leise und wird dann immer lauter. Er beginnt langsam ungeduldig zu werden und schaut von der Schokolade zu Dir und wieder zurück zur dunklen Leckerei, erst langsam und dann immer schneller. Funktioniert auch das Lautgeben nicht, wird die Intensität des Bettelns nun ein weiteres mal gesteigert. Bello fängt nun mit zusätzlichem Kratzen am Bein an. Erst ganz vorsichtig, dann immer forscher und stupst Dich anschließend mehrmals sehr energisch mit seiner feuchten Schnauze an. Zum Schluss spielt Hundi auch noch seinen letzten Trumpf aus. Er setzt sich wieder ganz artig von die Couch, um zu zeigen „Schau mal, wie brav ich sein kann! Dafür hab ich doch eine Belohnung verdient. Meinst Du das nicht auch?!“ Und schau an, Du lässt Dich erweichen und der Hund bekommt sein so begehrtes Stück Schokolade. Er schlingt es in Windeseile herunter und schleckt sich genüsslich übers Maul. Natürlich will er noch mehr haben.

Doch ist Schokolade ein Tierfutter , oder nicht? Und welche Auswirkung kann das verfüttern auf die Hunde haben? Darauf wollen wir bald eingehen.

Der Alltag eines Hundesitters – der perfekte Beruf für Hundeliebhaber

Eine Freundin erzählte mir kürzlich ihren spannenden Alltag als Hundesitterin:

„5.30 Uhr morgens in München-Solln. Der Wecker reißt mich aus meinen süßen Träumen. Gerne würde ich mich nochmal umdrehen und noch 2 Stunden schlummern. Ich ziehe die Jalousien hoch: Es ist noch dunkel und es regnet in Strömen.  Eigentlich ein Tag zum Im-Bett-bleiben.

Wenn da nicht meine große Leidenschaft schon sprichwörtlich auf mich wartet! Ich bin seit zwei Jahren hauptberufliche Hundesitterin. Aus meiner damaligen Not habe ich eine Tugend gemacht. Als ich vor drei Jahren arbeitslos wurde und ich mit meinen 52 Jahren keinen Anschlußjob mehr gefunden habe, entwickelte ich aus meiner Liebe zu Hunden eine Geschäftsidee. Ich machte mich als Existenzgründerin selbständig mit dem Beruf einer professionellen Hundebetreuerin.

Die Voraussetzungen dafür sind ideal: Ich habe ein großes Haus mit einem riesigen Garten in München Solln von meinen Großeltern geerbt. Seit meiner Kindheit bin ich von Hunden umgeben.  Meine Liebe zu Hunden ist mit den Jahren gewachsen.  Das große Problem war ständig: Wohin mit dem Hund während meiner Arbeitszeit? In manchen Jobs durfte ich meinen Hund mit ins Büro nehmen. Doch nicht immer hatte ich das Glück eines hundefreundlichen Chefs oder Kollegen. In diesen Phasen hat sich dann meist meine Mutter, die in der Nähe wohnt, um mein Zamperl gekümmert.

Nun bin ich in der glücklichen Situation, dass ich keine Miete mehr bezahlen muss und ich sehr viel Platz in einem großen Haus habe.  Auf einen gut bezahlten Bürojob konnte ich deswegen durch meine Erbschaft verzichten. Und als naturliebende und sportliche Frau, die alleinstehend ist, wurde meine Idee in die Tat umgesetzt: Ich bin mit vollem Herzblut und Leidenschaft Dogsitterin. Meine „Arbeitszeit“  sind die Parks rund um München, die Isar und der Englische Garten – je nach den Wohnorten meiner Kunden.

Für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Herrchen und Frauchen sind glücklich und haben als Angestellte / Arbeitende wieder ein gutes Gewissen ihren Hunden gegenüber. Die Hunde sind glücklich und haben genug Auslauf und Spielkameraden. Und ich bin auch glücklich und verdiene mir meine Lebenshaltungskosten sozusagen im Spaß.“

 

Schildkröten im Westpark – Entwarnung?

In vorangegangenen Artikeln haben wir uns mehrmals dem Thema Schildkröten im Westpark gewidmet. Im Zentrum unsere Aufmerksamkeit stand die Sorge um die Tiere, da diese vermutlich den kalten Winter nicht überleben würden. Wir recherchierten und erfuhren von der traurigen Realität vieler Reptilien und den Missständen bei deren Haltung.  Zu oft werden Schildkröten für den internationalen Tiermarkt produziert und von gewissenlosen Tierhändlern an ahnungslose Kunden verkauft. Nach nicht allzu langer Zeit wachsen die niedlichen Schildkröten zu stattlichen Tieren heran und die Besitzer sind mit der Haltung überfordert. Nicht selten entschließen sich dann diese „Tierfreunde“ dazu die Tiere der freien Natur auszusetzen.

Dort werden sie zum Problem und sterben einen qualvollen Tod. Diesen Hingang wollten wir  „unseren“ Schildkröten im Westpark ersparen und haben auf direktzu.muenchen.de/Ude  nachgefragt. In einem Kommentar auf unseren Beitrag erhielten wir die Information, dass die Schildkröten im Westpark dort sozusagen wohnhaft sind. Sie wären ein Überbleibsel der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) von 1983. Damals seien  Sie  dort extra angesiedelt worden, sollten aber nach der Ausstellung wieder eingefangen werden. Dies hätte aber nicht
so ganz geklappt und seit dem vermehrten sie sich fleißig. Als Fazit wird gezogen, dass kein Grund zur Sorge bestünde, schließlich hätten wir ja seit 1983 ein paar kalte Winter gehabt.

Grund zur Erleichterung? Wir recherchieren weiter und stoßen auf einen Artikel bei Merkur Online. Offensichtlich sind die Tiere zum Streitpunkt zwischen Stadtverwaltung und dem Münchner Tierheim geworden. Sind sie Überbleibsel der IGA ist die Stadt für deren Wohl verantwortlich, dies wird aber laut des Artikels von der Stadt bestritten, schließlich könnte es sich bei den Tieren ja auch um ausgesetzte Tiere handeln, so das KVR.

Die Frage ist, wie sieht die verantwortungsvolle Umgehensweise mit den gepanzerten Münchnern im Westpark aus? Was meinen Sie?

Artgerechte Tierhaltung Teil 3 – Katzenhaltung

Und weiter geht´s mit unserer Serie zur artgerechten Tierhaltung
Heute geht es um Artgerechte Katzenhaltung

Bei Katzen sieht es etwas anders aus als bei Hunden. Hunde brauchen viel Auslauf und Gesellschaft. Katzen können eher dauerhaft in der Wohnung gehalten werden, wenn einige wichtige Dinge berücksichtigt werden.

Katzen sind sehr eigenwillig und schwerer zu erziehen als Hunde. Trotzdem ist es wichtig, an der Erziehung der Katze zu arbeiten. Sollte eine Katze etwas „Verbotenes“ machen, wenden Sie niemals Gewalt an! Eine wirksame „Strafe“ ist ein kleinen Strahl aus einer Wasserpistole. Diese Aktion sollte unmittelbar nach oder noch während dem Vergehen der Katze durchgeführt werden. Das mögen Katzen in der Regel überhaupt nicht, weil sie sehr wasserscheu sind. Daher werden sie Verbote besser akzeptieren, weil sie nicht gerne nass werden.

Artgerechte Tierhaltung – Katzen in der Wohnung

Katzen in der Wohnung zu halten, entspricht nicht unbedingt der artgerechten Tierhaltung, wenn einige Punkte eingehalten werden. Es müssen hierzu auf jeden Fall vorhanden sein: ein festgelegter Schlafplatz
eine Katzentoilette
ein Fressplatz
ein Kletterplatz
ein Kratzbaum

Wer keinen Kratzbaum in der Wohnung haben möchte, kann als Ersatz z.B. ein altes Stück kurzfaserigen Teppich an einer Wand befestigen. Einige Regalbretter in verschiedenen Höhen an der Wand angebracht dienen auch als Ersatz eines Kratzbaumes. Katzen beobachten sehr gern das Geschehen in der Wohnung von einer Erhöhung aus. Dazu kann der Kletterplatz dienen, oder ein anderer geeignter erhabeneer Ort.

Katzen mögen keine plötzlichen großen Veränderungen. Wenn Sie z.B. jahrelang nichts an Ihrem Wohnungsinventar verändern und dann plötzlich alles anders einrichten, kann das die Katze sehr verunsichern. Daher ist es besser, wenn Sie nur ab und zu kleine Veränderungen in Ihrer Wohnung vornehmen.

Katzen sind zwar nicht so abhängig vom Menschen, wie ein Hund, aber Sie bauen trotzdem eine innige Beziehung zum Menschen auf. Daher ist es auch wichtig, sich regelmäßig mit der Katze zu beschäftigen und mit ihr zu spielen. Zwingen Sie ihre Katze jedoch zu nichts, denn wie gesagt ist sie sehr eigenwillig und macht nur das, was gerade für sie interessant ist.

Ein interessanter Hinweis zum Wasser: Katzen (und andere Haustiere) bevorzugen eine gute Wasserqualität. Bietet man z.B. Katzen parallel normales Leitungswasser und gefilteretes sowie energetisiertes Wasser an, wird die Katze stets zum gefilterten und energetisierten Wasser greifen. Diesen natürlichen Instinkt der Tiere sollte sich auch Frauchen und Herrchen zunutze machen und auch das qualitativ höherwertige Wasser verwenden. Hervorragende Geräte dazu gibt es z.B. bei SANAVIDA Gesundheitprodukte
im Online-Shop unter VitaVortex Wasserwirbler.

Soviel für heute zum Thema artgerechte Tierhaltung. Demnächst geht es weiter mit der artgerechten Kaninchenhaltung.

Hier geht es zu den bereits publizierten Artikeln über die artgerechte Tierhaltung:

Artgerechte Tierhaltung Teil 2

Artgerechte Tierhaltung Teil 1

Der erste Vegie-Tag für Münchner Zamperl & Co.

Zugegeben, das Thema vegane Tierfütterung hat uns voll erfasst.

In der Reaktion wird heiß diskutiert und recherchiert, welche Aspekte rund um das Thema vegane Tierernährung spannend sind. Ein Aspekt ist die große Politik für die kleinen vierbeinigen Lebensgefährten. Die Tierschutzpartei, wo Tierschutz nicht nur ein Pünktchen im Parteiprogramm, sondern Tierschutz selbst Programm ist, prangert deutlich Missstände in der deutschen Politik an. Dazu mehr, hier  später auf unserer Webseite.

Heute geht es uns um die Idee des ersten Vegie-Tages für Tiere in München.  Sinn des  „Vegi-Tages“, der ursprünglich im Mai 2009 erstmalig in der belgischen Metropole Gent für Aufsehen sorgte, und das Thema Ernährung als zentrales Thema im Zusammenhang der globalen Erwärmung aufgriff.

„Die globale „Nutztier“-Haltung verursacht laut wissenschaftlichen Studien zwischen 30 und 50 Prozent der CO2-äquivalenten Treibhausemissionen und damit weit mehr Treibhausgase als der gesamte weltweite Verkehr.“ Quelle: www.vegi-tag.de

Hätten Sie’s gewusst?

Was Magedburg mit der Veranstaltung des ersten Vegi-Tages für Menschen vermochte, sollte doch für München mit dem ersten Vegie-Tag für Tiere möglich sein. Schließlich sind die Probleme die gleichen. Den meisten Menschen fällt es schwer, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen, so auch die Ernährungsgewohnheiten ihrer Vierbeiner. Mit dem „Vegi-Tag für Zamperl und Co.“ könnte in München die Reihe von sinnvoller Ernährungsgestaltung fortgesetzt werden, ganz zum Vorteil von Mensch, Natur und Umwelt.

Was halten Sie von dieser Idee? Wir freuen uns auf Kommentare und Feedback!

 

 

 

Die Probleme der arbeitenden Hundebesitzer – Lösung in Sicht

Seit einem Jahr ist mein Freund Maximilian stolzer Besitzer eines spanischen, kurzhaarigen Windhundes. Er heißt Bolero. Er hat sich diesen Traum nach langem Pro und Contra erfüllt.

Die Pros haben letztendlich überwogen: Er liebt diese Rasse, so anmutig und schön. Sein Fitnesslevel hat sich enorm verbessert: Er ist täglich in frischer Luft und hat seine Fettpölsterchen reduziert. Anstelle Geld für ein unpersönliches Fitnessstudio auszugeben, investiert er es lieber in Bolero, der dankbar sein hochwertiges Futter genießt. Er fühlt sich nicht mehr so einsam und hat einen treuen Weggefährten, der sich nie über seine Launen beschwert u.v.a.m.

Und nun zu den Contras:

Leider hat er  unterschätzt, dass Hunde auch sehr zeitaufwändig sind und sehr viel Auslauf brauchen. Gerade bei seinem Windhund reicht es nicht aus, ihn zweimal am Tag schnell Gassi zu führen. Er braucht intensive und aktive Bewegung. Die große Leidenschaft der Windhunde ist die Hetzjagd…

Maximilian lebt mitten in der Stadt München und  hat einen stressigen Job als Außendienstmitarbeiter. Das schlechte Gewissen, dass sein Hund in seiner 50 qm-Wohnung während seiner langen Arbeitszeiten von Montag bis Freitag leidet, wird zunehmends höher. Er merkt seinem Hund auch an, dass er sich in der Wohnung nicht wohl fühlt. Jeden Tag, wenn er die Wohnungstüre aufsperrt, rast Bolero auf ihn zu und kann es kaum erwarten, mit ihm in den nahe gelegenen Englischen Garten zu laufen.

Als er  kürzlich wegen einer Grippe von der Arbeit zu Hause blieb und zur Genesung mit dem Hund spazieren ging, fielen ihm gleich zwei Frauchen mit mehreren Hunden an der Leine auf. Er hat eine Hundesitterin davon angesprochen, die ihm Freude strahlend entgegen lief.  Sie betreute vier größere Hunde, die ähnlichen Alters waren. Während des gemeinsamen Spaziergangs hat er sich entschieden, seinen Bolero bei dieser Hundesitterin während seiner Arbeitszeiten betreuen zu lassen. Schon nächste Woche gehts los. Die Hundebetreuerin holt Bolero in der Früh bei ihm ab und gibt ihn um 19 Uhr zurück. Sie wohnt ausserhalb Münchens in einem Haus mit großem Garten. Dort können sich die Hunde nach dem zweimal täglichen und ausführlichen Spaziergang aufhalten.

Sein schlechtes Gewissen hat sich in ein gutes Gewissen verwandelt.

Der Igel im Garten – Was ist zu beachten?

In der heutigen Zeit haben es Wildtiere, wie z.B. der Igel immer schwerer zu überleben. Ihr Lebensraum wird ständig kleiner und somit finden sie auch schwieriger geeignetes Futter. Was ist zu beachten, wenn man den unter Naturschutz stehenden Stacheltieren beim Überleben helfen will?

Igel suchen sich als Behausung Plätze, an denen sie sich gut geschützt verstecken können. Diese Möglichkeit bieten ihnen z.B. Hecken, Bodendecker, Baumwurzeln, überwucherte Steinhaufen, Garten- und Gerätehäuschen, Kaninchenställe, Holzstapel sowie Reisig- und Komposthaufen. Wichtig ist, dass es sich dabei um trockene Orte handelt. Für den Nestbau verwendet der Igel trockenes Laub, Gras und Moos.

Igel sind Insektenfresser. Daher freuen sich die Tiere immer, wenn sie im Garten liegengebliebene Blätter finden. Denn: unter den Blättern halten sich die Würmer, Larven und andere Bodeninsekten auf. Im Frühjahr fressen Igel die Gelege von Schnecken und betätigen sich hierbei als kleine Gartenhelfer im Bereich der Ungezieferbekämpfung. Vereinzelt gönnen sie sich auch einmal eine ausgewachsene Schnecke. Daher Vorsicht mit Schneckenkorn, es ist auch für den Igel tödlich! Lebenswichtig ist für sie zudem eine kleine Wasserstelle.

Im Garten befinden sich etliche Gefahrenquellen für die kleinen Wildtiere. Diese sind z.B. Swimmingpools und Teiche sowie Gruben oder Schächte, die keine Chance zum Herausklettern bieten. (mögliche Lösung: Anlegen einer Seichtzone im Gewässer oder Befestigung eines rutschfesten Brettes am Rand). Nicht zu unterschätzen sind auch Maschendraht, Drahtnetze, Röhren oder schmale Ritzen und Spalten. Igel können darin hängenbleiben, da beim Rückwärtsgehen ihre Stacheln sperren. Igel sind sehr neugierig, daher stellen auch Mülltüten eine große Gefahr dar. Es kann vorkommen, dass sie diese aufbeißen und sich darin verstecken. Deshalb am besten im Garten keine unnötigen Sachen herumliegen lassen und beim Aufräumen bzw. Wegwerfen von Materialien auf eventuell versteckte Tiere achten. Bei Gartenarbeiten sind der Laubsauger (versehentliches Einsaugen von Kleintieren möglich) und das Laub-/Gras-Abflammgerät Gefahrenquellen.

Fazit: Gestaltet man den Garten etwas naturnäher, erleichtert man den Igeln ohne großen Aufwand den Kampf ums Überleben.

Artgerechte Tierhaltung Teil 2 – Hundehaltung

Zum Thema artgerechte Tierhaltung geht´s heute weiter mit der artgerechten Hundehaltung

Zum Artikel: Artgerechte Tierhaltung – Teil 1 bitte hier klicken.

Die artgerechte Hundehaltung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Nach dem Gesetz zur artgerechten Tierhaltung heißt es:
„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen“.

Diese wichtigen Regeln der artgerechten Hundehaltung werden leider oft nicht beachtet, weil z.B. sich Hundeliebhaber vor der Anschaffung eines Hundes zu wenige Gedanken über die Tragweite einer solchen Entscheidung machen.

Ein wichtiges Kriterium einer artgerechten Hundehaltung ist, dass der Hund genügend Bewegung hat, damit keine Krankheiten auftreten, die durch mangelhafte Bewegung entstehen können. Der Hund braucht genügend Platz zum Auslaufen und einen Rückzugsort, an dem er ungestört schlafen kann. Bei schlechtem Wetter muss er Unterschlupf finden können, z.B. in einem Garten mit einer Hütte. In einer Wohnung muss er einen definitiven Platz zugewiesen bekommen.

Bezüglich einer artgerrechten Hundehaltung ist es weiterhin wichtig, sich genügend Zeit zu nehmen, den Hund zu erziehen. Schon im Vorfeld sollte man sich mit Erziehungsmethoden vertraut machen, damit man auf den Vierbeiner optimal vorbereitet ist. Wer hier genügend Zeit investiert, wird später z.B. dadurch belohnt werden, dass der Hund auch den verführerisch duftenden Knochen im Mülleimer ignorieren und beim Kämmen oder Krallenschneiden stillhalten wird. Die Vorbereitungskurse zum VDH-Hundeführerschein helfen Ihnen bei der richtigen Erziehung Ihres Hundes. Die regelmäßige Körperpflege des Hundes dient außer der Hygiene auch der Festigung der sozialen Bindung zwischen Mensch und Hund.

Die Unterbringung des Hundes muss ebenso an die rassetypischen Eigenschaften (Größe, Haarkleid, etc.) angepasst sein. Mindestens 2 x täglich sollte der Hund für insgesamt zwei Stunden Auslauf haben, egal ob er im Haus oder im Zwinger gehalten wird. Ein Hund sollte nicht länger als 4-5 Stunden allein gelassen werden!

Junge Hunde bis zum Alter von ca. 5 Monaten brauchen Ruhezeiten und den intensiven, unmittelbaren Kontakt zum Menschen, wann immer sie möchten. Daraus folgt, dass diese eigentlich gar nicht allein gelassen werden sollten. Junghunde bis zum 8. Lebensmonat sollten sich nicht ausschließlich im Zwinger aufhalten. Diese jungen Hunde dürfen auch nicht angebunden gehalten werden. Einzelne Hunde sollten nur dann auf unbewohnten Grundstücken gehalten werden, wenn sein Herrchen/Frauchen mindestens acht Stunden anwesend ist.

Ein besonders wichtiges Kriteriem einer artgerrechten Hundehaltung ist natürlich eine artgerechte Nahrung. Dazu gehört frisches Wasser und eine bis zwei Mahlzeiten pro Tag mit ausgewogenem Futter. Der heranwachsende Welpe muss mehrmals täglich mit kleinen Portionen gefüttert werden.

Ein interessanter Hinweis zum Wasser: Hunde (und andere Haustiere) bevorzugen eine gute Wasserqualität. Bietet man z.B. Hunden parallel normales Leitungswasser
und gefilteretes sowie energetisiertes Wasser an, wird der Hund stets zum gefilterten und energetisierten Wasser greifen. Diesen natürlichen Instinkt der Tiere sollte sich auch Frauchen und Herrchen zunutze machen und auch das qualitativ höherwertige Wasser verwenden. Hervorragende Geräte dazu finden Sie z.B. bei SANAVIDA Gesundheitsprodukte im Online-Shop unter VitaVortex Wasserwirbler.

Soviel für heute zu Teil 2 zur artgerechten Tierhaltung. Weiter geht´s demnächst mit Teil 3 – artgerechte Katzenhaltung.