Heimtiere zu Weihnachten für Kinder

Weihnachten steht mal wieder vor der Tür und damit die große Frage: Was schenke ich meinen Liebsten?

Gerade bei Kindern steht ein Heimtier häufig auf der Wunschliste zu Weihnachten: Hunde, Katzen, Hamster oder Wellensittiche werden oft genannt. Angeblich hat ein Kind mal einen Schimpansen zu Weihnachten geschenkt bekommen … Hier kann ich mir nicht vorstellen, dass eine artgerechte Tierhaltung in diesem Fall möglich ist!

Aber Achtung liebe Eltern! Bitte bedenken Sie: Kinder haben viele Wünsche und ein heute geäußerter Wunsch kann schon morgen wieder uninteressant sein. Kinder, vor allem Kleinkinder, haben noch keine Vorstellung, welche Verantwortung es ist, einem Haustier eine neue Heimat zu geben. Für Kinder wird das Wunschtier als Spielzeug betrachtet und leider auch meist so behandelt. Schon nach kurzer Zeit muss ein neues Spielzeug her.

Die Verantwortung müssen also Sie  als Eltern übernehmen und sich vorher gründlich überlegen, ob Sie den Bedürfnissen Ihres neuen Haustieres gerecht werden können. Was z.B. tun, wenn Sie berufstätig sind und nicht genug Zeit für das Haustier aufwenden können? Bei einem Wellensittich mag der Aufwand noch geringer sein. Regelmäßiges füttern, Käfig säubern und Zuwendung ist jedoch auch da unentbehrlich. Bei einem Hund als Heimtier sieht das schon ganz anders aus: siehe hierzu auch Artikel zum Thema Hundehaltung während der Arbeitszeit

Bitte denken Sie also an sich selbst und an das Tier. Überlegen Sie sich doch, ob Sie dieses Jahr zu Weihnachten nicht lieber einen schönen Bildband über das Wunschtier Ihres Kindes verschenken. Gehen Sie mit Ihrem Kind in den Tierpark oder noch besser: spenden Sie Geld für den örtlichen Tierschutzverein oder den Gnadenhof.

 

 

 

Internationale Hunde Ausstellung München 2012

Nachdem wir gesehen haben, wie hilfreich unser Artikel zur Katzenmesse in Kaltenberg für unsere Leser war, berichten wir wieder regelmäßiger über tierische Veranstaltungstermine.

Für alle Hundefans weisen wir auf die jährlich stattfindende Internationale Hunde Ausstellung (IHA) in München hin:

Diese findet auch 2012 -wie gewohnt- im 1. Quartal statt: Am Wochenende 3./4. März 2012  in der Olympiahalle München.

Präsentiert wird die Hundemesse vom Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. in München (VDH Bayern).

Der 1. Meldeschluss für die Hunde Ausstellung ist am 5. Januar 2012. Die Teilnahmebedingungen, Gebühren und den Tagesablauf für diese Hundeschau ersehen Sie auf der Internetseite des vdh.

Neben der Bewertung der Hunde in den Ringen wird es ein Show Programm geben. Außerdem finden Kynologische Wettbewerbe in der Arena statt. Gewählt wird:  „Bester Hund der Rasse (BoB)“ und  Die „Besten Veteranen der Rasse“. Es gibt unter anderem einen Zuchtgruppen-, Nachzuchtgruppen- und Paarklassen-Wettbewerb. Jeder Sieger einer Gruppe des jeweiligen Tages nimmt am Superdog-Award teil. Der „Beste Hund der IHA-München“ wird zum Ende der Hunde Ausstellung am 04. März 2012 ermittelt und erhält den „Superdog-Award“ des VDH-Bayern.

Wenn Sie selbst eine Tierveranstaltung planen, schreiben Sie uns bitte für eine Ankündigung auf unserem Tiere-in-München-Blog.

 

 

 

Der Alltag eines Hundesitters – der perfekte Beruf für Hundeliebhaber

Eine Freundin erzählte mir kürzlich ihren spannenden Alltag als Hundesitterin:

„5.30 Uhr morgens in München-Solln. Der Wecker reißt mich aus meinen süßen Träumen. Gerne würde ich mich nochmal umdrehen und noch 2 Stunden schlummern. Ich ziehe die Jalousien hoch: Es ist noch dunkel und es regnet in Strömen.  Eigentlich ein Tag zum Im-Bett-bleiben.

Wenn da nicht meine große Leidenschaft schon sprichwörtlich auf mich wartet! Ich bin seit zwei Jahren hauptberufliche Hundesitterin. Aus meiner damaligen Not habe ich eine Tugend gemacht. Als ich vor drei Jahren arbeitslos wurde und ich mit meinen 52 Jahren keinen Anschlußjob mehr gefunden habe, entwickelte ich aus meiner Liebe zu Hunden eine Geschäftsidee. Ich machte mich als Existenzgründerin selbständig mit dem Beruf einer professionellen Hundebetreuerin.

Die Voraussetzungen dafür sind ideal: Ich habe ein großes Haus mit einem riesigen Garten in München Solln von meinen Großeltern geerbt. Seit meiner Kindheit bin ich von Hunden umgeben.  Meine Liebe zu Hunden ist mit den Jahren gewachsen.  Das große Problem war ständig: Wohin mit dem Hund während meiner Arbeitszeit? In manchen Jobs durfte ich meinen Hund mit ins Büro nehmen. Doch nicht immer hatte ich das Glück eines hundefreundlichen Chefs oder Kollegen. In diesen Phasen hat sich dann meist meine Mutter, die in der Nähe wohnt, um mein Zamperl gekümmert.

Nun bin ich in der glücklichen Situation, dass ich keine Miete mehr bezahlen muss und ich sehr viel Platz in einem großen Haus habe.  Auf einen gut bezahlten Bürojob konnte ich deswegen durch meine Erbschaft verzichten. Und als naturliebende und sportliche Frau, die alleinstehend ist, wurde meine Idee in die Tat umgesetzt: Ich bin mit vollem Herzblut und Leidenschaft Dogsitterin. Meine „Arbeitszeit“  sind die Parks rund um München, die Isar und der Englische Garten – je nach den Wohnorten meiner Kunden.

Für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Herrchen und Frauchen sind glücklich und haben als Angestellte / Arbeitende wieder ein gutes Gewissen ihren Hunden gegenüber. Die Hunde sind glücklich und haben genug Auslauf und Spielkameraden. Und ich bin auch glücklich und verdiene mir meine Lebenshaltungskosten sozusagen im Spaß.“

 

Die Probleme der arbeitenden Hundebesitzer – Lösung in Sicht

Seit einem Jahr ist mein Freund Maximilian stolzer Besitzer eines spanischen, kurzhaarigen Windhundes. Er heißt Bolero. Er hat sich diesen Traum nach langem Pro und Contra erfüllt.

Die Pros haben letztendlich überwogen: Er liebt diese Rasse, so anmutig und schön. Sein Fitnesslevel hat sich enorm verbessert: Er ist täglich in frischer Luft und hat seine Fettpölsterchen reduziert. Anstelle Geld für ein unpersönliches Fitnessstudio auszugeben, investiert er es lieber in Bolero, der dankbar sein hochwertiges Futter genießt. Er fühlt sich nicht mehr so einsam und hat einen treuen Weggefährten, der sich nie über seine Launen beschwert u.v.a.m.

Und nun zu den Contras:

Leider hat er  unterschätzt, dass Hunde auch sehr zeitaufwändig sind und sehr viel Auslauf brauchen. Gerade bei seinem Windhund reicht es nicht aus, ihn zweimal am Tag schnell Gassi zu führen. Er braucht intensive und aktive Bewegung. Die große Leidenschaft der Windhunde ist die Hetzjagd…

Maximilian lebt mitten in der Stadt München und  hat einen stressigen Job als Außendienstmitarbeiter. Das schlechte Gewissen, dass sein Hund in seiner 50 qm-Wohnung während seiner langen Arbeitszeiten von Montag bis Freitag leidet, wird zunehmends höher. Er merkt seinem Hund auch an, dass er sich in der Wohnung nicht wohl fühlt. Jeden Tag, wenn er die Wohnungstüre aufsperrt, rast Bolero auf ihn zu und kann es kaum erwarten, mit ihm in den nahe gelegenen Englischen Garten zu laufen.

Als er  kürzlich wegen einer Grippe von der Arbeit zu Hause blieb und zur Genesung mit dem Hund spazieren ging, fielen ihm gleich zwei Frauchen mit mehreren Hunden an der Leine auf. Er hat eine Hundesitterin davon angesprochen, die ihm Freude strahlend entgegen lief.  Sie betreute vier größere Hunde, die ähnlichen Alters waren. Während des gemeinsamen Spaziergangs hat er sich entschieden, seinen Bolero bei dieser Hundesitterin während seiner Arbeitszeiten betreuen zu lassen. Schon nächste Woche gehts los. Die Hundebetreuerin holt Bolero in der Früh bei ihm ab und gibt ihn um 19 Uhr zurück. Sie wohnt ausserhalb Münchens in einem Haus mit großem Garten. Dort können sich die Hunde nach dem zweimal täglichen und ausführlichen Spaziergang aufhalten.

Sein schlechtes Gewissen hat sich in ein gutes Gewissen verwandelt.

Hundehaltung während der Arbeitszeit – Hundesitting

Als ich am Wochenende mal wieder einen Spaziergang entlang der schönen Isar unternahm, hatte ich folgenden Eindruck:

Die Anzahl der Hunde bzw. Hundebesitzer vermehrt sich zunehmends. Das ist auch insoweit nicht verwunderlich, dass ich in der Stadt der Singles lebe. Was liegt daher also näher, als sich einen treuen Partner zuzulegen, nämlich einen Hund. Die Vorteile liegen auf der Hand: Hunde sind treue Wegbegleiter. Sie sind genügsam: Ein paar Leckerlis pro Tag und ein paar Streicheleinheiten genügen. Man kann mit Hunden nicht streiten. Die tägliche Fitnesseinheit ist gesichert und: Singles fühlen sich nicht mehr einsam.

Jedoch gibt es auch einen entscheidenden Nachteil: Wohin mit meinem Hund während ich arbeite?

Nur sehr wenige Arbeitgeber sind erfreut, wenn die Mitarbeiter ihre Zamperl mit ins Büro nehmen. Bei Aussendienst-Tätigkeiten ist die Unterbringung noch viel problematischer. Den Hund während Kundenterminen im Auto zu belassen, ist lebensgefährlich (siehe dazu den Artikel: Hilfe für den Hund bei Hitze im Auto – Gefahr von Hitzetod!)

Den Hund in der Wohnung zu lassen, halte ich in den wenigsten Fällen für ideal. Gerade bei den Münchner Mietpreisen ist es unwahrscheinlich, dass der Hund in der Wohnung genug Freiraum hat, um sich „austoben“ zu können. Und auch nur wenig Münchner verfügen über einen abgeschlossenen Garten, der dem Hund tagsüber genug Auslauf bietet.

Deswegen haben sich ein paar kreative Münchner, denen diese Problematik bekannt ist, mit folgender Geschäftsidee bei Hundebesitzern beliebt gemacht: Sie bieten Hundesitting an. Vom einfachen täglichen Gassi gehen, bis hin zum 24-Stunden-Service oder Urlaubsbetreuung. Die Hundebetreuer sind entweder Hausfrauen, die sich ein kleines Taschengeld dazu verdienen wollen, bis hin zu staatlich geprüften Tierpflegern. Sie holen Ihr Zamperl auf Wunsch zu Hause ab und bringen es auch wieder zu Ihrer gewünschten Zeit nach Hause. Und das alles für einen geringen Obulus.

Immer handelt es sich um ausgesprochene Hundeliebhaber, die sich um Ihren Hund kümmern, als wäre es ihr eigener. Dies kann ich als regelmäßige Spaziergängerin und  Beobachterin dieser Dogsitter bestätigen.

Wie schön, dass es sie gibt – glückliche Hundebetreuer und glückliche Hundebesitzer.

Hund allein zu Hause – Einzelhaft für den Hund

Mein Name ist Tim. Ich bin ein 4 Jahre alter, mittlerweile doch recht stattlich gewachsener Labrador. Bin stolzer Besitzer eines glänzenden, schwarzen Fells und sehe super aus. Das behauptet jedenfalls auch mein Frauchen und ihre Freundinnen.

Am liebsten spiele ich mit anderen Hunden im Park und auch mit meinem Frauchen. Allerdings hat sie nur sehr wenig Zeit für mich. Denn sie muss Geld verdienen, damit sie sich selbst und auch mir gutes Futter kaufen kann. Ich bin einer von vielen Hunden allein zu Hause. Sie verläßt in der Regel um 8 Uhr die Wohnung und kommt nicht vor 18.30 Uhr nach Hause. Meist hat sie nur am Wochenende Zeit, sich länger um mich zu kümmern. Darüber bin ich sehr traurig.

Wir leben in München und mein Frauchen jammert regelmäßig, wie teuer das Leben hier ist. Sie kann sich deswegen nur eine sehr kleine 2-Zimmer-Wohnung leisten. Da ich schon recht groß bin, habe ich keine Möglichkeit, in der kleinen Wohnung rumzutollen.

Ich merke schon seit längerer Zeit, dass sich Speckröllchen ansetzen. Die würde ich sehr gerne abtrainieren, aber wie denn? Bei dem kurzen Gassigehen in der früh und am Abend habe ich nicht genug Zeit und Gelegenheit, meine Fettpölsterchen loszuwerden. Deswegen warte ich immer sehnsüchtig auf das Wochenende und hoffe, dass mein Frauchen sich aufraffen kann, mit mir ausführlich an den Isarauen spazieren zu gehen. Dort treffe ich immer andere Hunde, mit denen ich spielen und herumtollen kann. Und manchmal darf ich auch ohne Leine frei herumlaufen.

Das ist allerdings nicht immer erlaubt. Wenn ich Sonntag Abend wieder in meinem viel zu engen Körbchen liege, blicke ich zurück auf das tolle Wochenende und wünsche mir, dass die Woche sehr schnell vergeht. Ich wünsche mir, dass mein Frauchen bald einen Partner findet, der ein Haus mit großem Garten auf dem Land besitzt und sie mit ihm und mir dorthin zieht. Oder dass sich jemand anderes um mich kümmern kann, wochentags zwischen 8 – 18 Uhr. Das ist ein Hundeleben!

Sauberkeit der Städte: Hundekot ade

Kürzlich war ich mal wieder übers verlängerte Wochenende in Berlin. Ich genieße die herrliche Lässigkeit der Berliner. Insbesondere im „Ostteil“ schlendere ich gerne durchs Kiez. Bevorzugt in Mitte, Prenzelberg (der coolere Name für Prenzlauer Berg) oder Friedrichshain. Im Westen entdecke ich gerne die Straßenzüge von Kreuzberg. Dabei gibts immer wieder Neues und Skurriles zu entdecken. Die Cafés sind meist sehr individuell und gemütlich im 60er-Jahre-Couch-Look eingerichtet. Jede Kneipe hat ihre eigene Färbung. In den Boutiquen oder besser gesagt: Klamottenläden finde ich immer eine witzige Auswahl, weg von den 08/15-Kaufhaus-Ketten. Das beste ist, dass in Berlin offensichtlich der Euro mehr wert ist als in München – und zwar deutlich. Dies schlägt sich in allen Bereichen nieder. Vor allem bei den Mieten profitieren die Berliner.

Das alles weiss ich sehr zu schätzen und hat durchaus Vorteile im Vergleich zum schnieken und überteuerten München.

ABER:

Jetzt zu einem durchaus nicht zu unterschätzenden negativen Punkt:

BERLIN ERSTICKT IN HUNDESCHEISSE – förmlicher gesagt: in Hundekot. Die Sauberkeit der Straßen und Gehwege läßt zu wünschen übrig!

Um den Tretminen erfolgreich auszuweichen, bedarf es schon akrobatisches Geschick. Darüber hinaus müßte jeder Fußgänger ununterbrochen seinen Blick auf den Gehsteig fokussieren, um bloss nicht in einen Haufen zu treten. Dies wiederum kann zu unangenehmen Kollisionen zu anderen besorgten Mitbürgern führen.  Und der Sinn eines Berlinbummels schlägt vollkommen fehl: Ich übersehe sämtliche coolen Cafés, Szenebars und Shoppingadressen.

Dies kann in München nicht passieren! Ein absoluter Vorteil dieser blitzeblank herausgeputzten Stadt. Ich kenne keine andere Stadt, die sauberer ist, als München. Wenn es Gegenstimmen gibt: Bitte melden. Die sogenannten Hundekotbehälter sind in regelmäßigen Abständen an Münchens Freizeitmeilen platziert. Und sie sind auch noch mit den wunderbaren Plastiksäckchen gefüllt.

In Berlin habe ich sogar auf einer sogenannten Hundewiese keinen einzigen Spender gefunden. Nicht einmal Abfallbehälter. Lediglich einen einzigen Müllbehälter am Parkplatz. Sehr schade…Was ist der Grund dafür? Sind die Berliner vor Hundeliebe menschenfeindlich geworden? Sind sie so verarmt, dass ihnen sogar das Geld für ein kleines Hundekot-Beutelchen fehlt? Die Gründe dafür sind noch zu erforschen.

Deswegen, liebe Münchner: Genießt es, im Englischen Garten, an der Isar oder sonstwo in der Stadt, in Ruhe genüßlich spazieren zu gehen  und gefahrlos shoppen gehen zu können. Dafür zahle ich doch gerne den ein oder anderen Euro mehr, oder?