Hunde und Schokolade – Teil 2

Wie bereits in einem unserer letzten Artikel angekündigt, wollen wir uns heute mit dem Thema Hunde und Schokolade, beziehungsweise mit den Auswirkungen der Verfütterung der Süßigkeit an die Vierbeiner beschäftigen.
Das Wichtigste gleich zu Beginn: Schokolade ist für Hunde giftig! Der Grund dafür ist der im Kakao enthaltene Stoff Theobromin, welcher von Tieren nur langsam abgebaut werden kann. Weiterlesen

Hunde und Schokolade

Wer kennt als Hundebesitzer diese oder eine ähnliche Szene nicht. Du machst es dir mit einer Tafel Schokolade auf der Couch gemütlich. Bello ist Dir bereits auf Schritt und Tritt gefolgt seitdem Du die Süßigkeit aus dem Schrank geholt hast und macht es sich nun mit großen, treuen Augen vor Dir bequem. Er ist zuversichtlich bald auch ein Stückchen zu bekommen und bleibt daher artig vor Dir sitzen. Bello probiert es ganz geduldig mit warten und Hypnose des Essens. Nach einer kurzen Zeit, winselt erst leise und wird dann immer lauter. Er beginnt langsam ungeduldig zu werden und schaut von der Schokolade zu Dir und wieder zurück zur dunklen Leckerei, erst langsam und dann immer schneller. Funktioniert auch das Lautgeben nicht, wird die Intensität des Bettelns nun ein weiteres mal gesteigert. Bello fängt nun mit zusätzlichem Kratzen am Bein an. Erst ganz vorsichtig, dann immer forscher und stupst Dich anschließend mehrmals sehr energisch mit seiner feuchten Schnauze an. Zum Schluss spielt Hundi auch noch seinen letzten Trumpf aus. Er setzt sich wieder ganz artig von die Couch, um zu zeigen „Schau mal, wie brav ich sein kann! Dafür hab ich doch eine Belohnung verdient. Meinst Du das nicht auch?!“ Und schau an, Du lässt Dich erweichen und der Hund bekommt sein so begehrtes Stück Schokolade. Er schlingt es in Windeseile herunter und schleckt sich genüsslich übers Maul. Natürlich will er noch mehr haben.

Doch ist Schokolade ein Tierfutter , oder nicht? Und welche Auswirkung kann das verfüttern auf die Hunde haben? Darauf wollen wir bald eingehen.

Der Igel im Garten – Was ist zu beachten?

In der heutigen Zeit haben es Wildtiere, wie z.B. der Igel immer schwerer zu überleben. Ihr Lebensraum wird ständig kleiner und somit finden sie auch schwieriger geeignetes Futter. Was ist zu beachten, wenn man den unter Naturschutz stehenden Stacheltieren beim Überleben helfen will?

Igel suchen sich als Behausung Plätze, an denen sie sich gut geschützt verstecken können. Diese Möglichkeit bieten ihnen z.B. Hecken, Bodendecker, Baumwurzeln, überwucherte Steinhaufen, Garten- und Gerätehäuschen, Kaninchenställe, Holzstapel sowie Reisig- und Komposthaufen. Wichtig ist, dass es sich dabei um trockene Orte handelt. Für den Nestbau verwendet der Igel trockenes Laub, Gras und Moos.

Igel sind Insektenfresser. Daher freuen sich die Tiere immer, wenn sie im Garten liegengebliebene Blätter finden. Denn: unter den Blättern halten sich die Würmer, Larven und andere Bodeninsekten auf. Im Frühjahr fressen Igel die Gelege von Schnecken und betätigen sich hierbei als kleine Gartenhelfer im Bereich der Ungezieferbekämpfung. Vereinzelt gönnen sie sich auch einmal eine ausgewachsene Schnecke. Daher Vorsicht mit Schneckenkorn, es ist auch für den Igel tödlich! Lebenswichtig ist für sie zudem eine kleine Wasserstelle.

Im Garten befinden sich etliche Gefahrenquellen für die kleinen Wildtiere. Diese sind z.B. Swimmingpools und Teiche sowie Gruben oder Schächte, die keine Chance zum Herausklettern bieten. (mögliche Lösung: Anlegen einer Seichtzone im Gewässer oder Befestigung eines rutschfesten Brettes am Rand). Nicht zu unterschätzen sind auch Maschendraht, Drahtnetze, Röhren oder schmale Ritzen und Spalten. Igel können darin hängenbleiben, da beim Rückwärtsgehen ihre Stacheln sperren. Igel sind sehr neugierig, daher stellen auch Mülltüten eine große Gefahr dar. Es kann vorkommen, dass sie diese aufbeißen und sich darin verstecken. Deshalb am besten im Garten keine unnötigen Sachen herumliegen lassen und beim Aufräumen bzw. Wegwerfen von Materialien auf eventuell versteckte Tiere achten. Bei Gartenarbeiten sind der Laubsauger (versehentliches Einsaugen von Kleintieren möglich) und das Laub-/Gras-Abflammgerät Gefahrenquellen.

Fazit: Gestaltet man den Garten etwas naturnäher, erleichtert man den Igeln ohne großen Aufwand den Kampf ums Überleben.

Der Igel im Herbst – Wann braucht er Hilfe beim Überwintern?

Herbst, nun beginnt er aufs Neue: der Wettlauf Igel gegen Zeit! Wird er es noch schaffen, sich das nötige Gewicht anzufressen, damit er den kommenden Winter überstehen kann? Braucht er beim Überwintern vielleicht die Hilfe des Menschen und wie soll diese aussehen? Dies sind nur einige der Fragen die sich Wildfreunde jedes Jahr wieder stellen. Beachtet man ein paar Tipps, kann dem Wildtier mit wenig Aufwand geholfen werden.

Ein normalgewichtiger gesunder Igel zieht sich gewöhnlich ab etwa November zu seinem Winterschlaf zurück. Das heißt, er verkriecht sich in sein Nest, senkt seine Körpertemperatur stark ab, reduziert seine Herztöne und seinen Puls, um so die kalte Jahreszeit gut zu überstehen. Dies ist erforderlich, da er im Winter keine Nahrung findet und keinen Winterpelz besitzt.

Welche Igel brauchen unsere Hilfe?

  1. Jungigel, die es nicht mehr schaffen, sich ein Gewicht von 500-600 Gramm (das Tier sollte in etwa die Größe einer Kilo-Packung Zucker haben) anzufuttern
  2.   abgemagerte Altigel (Kennzeichen: langer, dünner Körper; eingefallene Flanken, schlaffe Haut und ausgeprägtes Rückgrat)
  3.   kranke und unterkühlte Tiere (Merkmal: Torkeln, Zittern, Liegen ungeschützt im Freien)
  4.   verletzte „Stachler“

Wie kann ich helfen?

  1. Zufüttern mit Igel-und Katzentrockenfutter, Katzennaßfutter ohne Soße und Gelee (Durchfallgefahr), geschälte ungesalzene Nüsse und Sonnenblumenkerne (ACHTUNG: zum Trinken nur Wasser, keine Milch oder Sahne!!)
  2. Winterquatiere schaffen (z.B. mit Planen abgedeckte, trockene Laubhaufen)
  3. stark untergewichtige und kranke Tiere dürfen nicht in den Winterschlaf fallen (ab ca. 8-10°C) und benötigen daher eine Temperatur von mindestens 15°C
    • Unterbringung: in einem trockenen und ruhigen Raum mit Tageslichteinfall
    • Quartier: dickwandiger Karton oder Holzkiste (Mindesthöhe 50 cm; je größer desto besser) ausgelegt mit Zeitungspapier, Kleintiereinstreu, reichlich Heu und Schlafhaus
  4. Bei verletzten oder kranken Tieren ist unbedingt die Unterstützung durch einen igelerfahrenen Tierarzt oder einer Igelstation erforderlich. Auch gesunde Igel sollte man vor dem Überwintern von Ungeziefer, d.h. Flöhe, Zecken und innere Parasiten, befreien lassen.

Haben die kleinen stachligen Gesellen den Winter gut überstanden bleiben sie in einem igelgerechten Garten dem Besitzer meist über Jahre treu.