Wildtierfütterung – gut oder schlecht?

Immer wieder beobachte ich viele Menschen, die in öffentlichen Parks und Gewässer Wildtiere füttern.
Diese Praxis der Wildtierfütterung ist aus den folgenden Gründen problematisch:

1. Das den Wildtieren angebotene Futter ist in der Regel nicht artgerecht. Es handelt sich vielfach
um Essensreste wie z.B. altes Brot. Durch diese Art der Fütterung werden die Wildtiere anfällig für
Krankheiten. Normalerweise ernähren sich Wildtiere (Wildvögel) wesentlich vielseitiger mit Pflanzenteilen,
Muscheln, Insekten etc..

2. Oftmals wird zuviel gefüttert, so dass die Wildtiere vieles liegen lasen. Diese Abfälle verschmutzen
die Parks und die Gewässer mit der Folge von Algenbildung etc.

3. Die Wildtiere vermehren sich überproportional und das biologische Gleichgewicht wird insgesmt empfindlich gestört.
Ein besonders sichtbares Beispiel dafür sind die Wildtauben, die in jeder Stadt immer mehr zur Plage werden.

Fazit:
Bitte keine Wildtiere, auch keine Wildvögel (z.B. Enten, Gänse, Schwäne) füttern.
Die finden immer genug artgerechte Nahrung in der Natur. Die vermehrten Ausscheidungen bei Fütterung von Brot, Kuchen etc.
führen zu extremer Algenbildung in den Gewässern, was sich auf den Fischbestand sehr negativ auswirkt und der See (Teich) früher oder später
umkippt (Sauerstoffentzug). Ausserdem macht es die Vögel zahm; sie verlieren ihre natürliche Scheu vor den Menschen, sie können
leichter gefangen werden. Zudem belästigen ständig bettelnde Enten und Schwäne die Spaziergänger.

Also liebe Tierfreunde: Ihr beweist eure Liebe zu Wildtieren am besten dadurch, dass ihr Wildtiere
grundsätzlich nicht füttert. So bleiben die Wildtiere gesund und munter, die Gewässer werden nicht unnötig belastet
und das ökologische Gleichgewicht wird nicht durch die Wildtierfütterung gestört.

So einfach kann es sein, etwas sehr Gutes für die Wildtiere und die Natur zu tun!!