Wellensittiche glücklich und gesund

Wir freuen uns über den Beitrag von Gabriele Rejsek von www.vwfd.de zum Thema Wellensittiche glücklich und gesund.

Wellensittich glücklich und gesund

Wellensittich glücklich und gesund

Der Wunsch nach einem Haustier ereilt viele Menschen; die Gründe dafür sind so vielfältig wie die Tierarten, die heute als Haustiere gehalten werden. Der Wellensittich zählt dabei noch immer zu den beliebtesten Tieren, die in deutschen Wohnzimmern leben. Der vermeintlich leicht zu haltende Vogel wird dabei leider sehr häufig unterschätzt und fristet dann ein nicht-artgerechtes Leben.

Traute Zweisamkeit …
Wellensittiche sind Schwarmtiere – „je mehr umso lustiger“ könnte ihr Motto lauten. Als Halter muss man dabei jedoch die eigenen Kapazitäten, was Raum, Geld und Toleranz der Nachbarn angeht, im Auge behalten.

Glücklicher badender Wellensittich

Juhuu, ich kann hier baden

Die Paarhaltung ist jedoch Minimum. Am schönsten sind ein Hahn und eine Henne, doch auch zwei Hähne können harmonisch miteinander leben. Zwei Hennen hingegen beginnen oft miteinander zu konkurrieren und streiten um Futter, Sitzplätze und Spielzeug. Wichtig und erfrischend ist natürlich auch noch eine Möglichkeit zum Baden.

Wellensittiche in der Wohnung unterwegs

Glückliche, gesunde Wellensittiche bein Spielen

Ein Minischwarm mit vier Tieren ist bereits eine sehr artgerechte Haltung, die auch dem Halter viel Freude bringt. Man sieht die Vögel in ihrem vollen Sozialspektrum und es kommt seltener zu Langeweile und Streitigkeiten. Achtet man zusätzlich darauf, dass die Tiere vom Alter und Temperament her zusammenpassen, so hat man bald viel Freude an einem harmonischen Schwarm. Denn der ambitionierte Vogelhalter will natürlich seine Wellensittiche glücklich und gesundsehen.

Schöner wohnen …

Glücklicher Wellensittich unterwegs in der Wohnung

Glücklicher Wellensittich unterwegs in der Wohnung

Für ein Paar betragen die Mindestmaße eines Käfigs 0,80m x 0,50m bei 0,80m Höhe. Allerdings ist ein solcher Käfig nur Schlaf- und Futterplatz. Ohne ganztägigen Freiflug ist die Unterbringung in sogenannten Volieren notwendig, welche ausreichend Platz und Flugraum bieten müssen. Um dem Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden, ist mehrstündiger Freiflug bei Tageslicht jedoch immer absolut notwendig.
Die Einrichtung des Käfigs sollte aus geeigneten Naturhölzern bestehen (Haselnuss, Obstbäume, etc.). Der Käfig muss eckig sein und die Gitterstäbe sollten optimalerweise waagerecht verlaufen, damit die Vögel klettern können. Runde Käfige sind tierschutzwidrig, da die Vögel sich nicht darin orientieren können. Edelstahlgitter bieten den besten Schutz vor Schwermetallvergiftungen. Preiswerter sind beschichtete Käfige. Hier muss jedoch unbedingt auf eine gute Qualität der Beschichtung geachtet werden. Haltbarkeit und Unbedenklichkeit hinsichtlich der Materialien werden durch seriöse Hersteller per Zertifikat bestätigt.
Alles, was mit Wasser in Berührung kommt, sollte täglich gründlich gereinigt werden. Daher ist es empfehlenswert, Wassernäpfe in doppelter Ausführung zu haben, so dass man beide abwechselnd verwenden kann. Während der Eine im Käfig hängt, kann der Andere nach Benutzung mit heißem Wasser ausgewaschen werden und bis zum nächsten Tag komplett durchtrocknen.
Der Käfig sollte an einem hellen, zugfreien Platz stehen. Zu viel Durchgangsverkehr kann die Tiere nervös machen. Ein etwas erhöhter Standort vermittelt den Wellensittichen hingegen Sicherheit.
Wer mehrere Tierarten hält, muss auf die Eigenarten der Tiere achten. So können Jagdtiere (wie Hunde und Katzen) bereits durch ihre bloße Anwesenheit Angst bei den Wellensittichen auslösen – der Jagd- und Spieltrieb dieser Tiere kann für den Wellensittich schnell tödlich enden. Nachtaktive Tiere wie z. B. Hamster stören die Nachtruhe der Vögel und die Vögel stören die Schlafphasen am Tag. Selbst andere Vogelarten können problematisch sein. So ist ein Wellensittichschnabel gefährlich für kleinere Vögel wie z. B. Kanarien. Größere Vögel hingegen, können für den Wellensittich gefährlich sein. Hier sollte man sich ggf. sehr intensiv vorab informieren.