Sie sind zurück – Wildtiere, die in Bayern schon längst ausgestorben waren

Es sterben immer mehr Tiere aus, nicht nur in exotischen Ländern – auch Bayern ist stark betroffen. Sie kannte man nur noch aus Büchern, Tierfilmen oder aus dem Zoo. Jetzt sind sie wieder da – Wildtiere die jahrelang von der Bildfläche verschwunden sind, kehren zurück. Mit Hilfe von vielen Artenschutzprojekten und anderen hilfreichen Programmmen kommen wilde Tiere in  ihren ursprünglichen Lebensraum zurück.

Jetzt nagen sie wieder in Bayern und sind sogar komplett von der roten Liste gefährdeter Tierarten gestrichen. Biber waren hunderte Jahre lang aufgrund seines beliebten Pelzes komplett ausgestorben. In den 60er Jahren wurde der fleißige Arbeiter in der Donauregion wieder eingesetzt. Heute zählt der Biberbestand ungefähr 12.000 Tiere. Der Fischotter hingegen, geniesst den höchsten Schutzstatus. Er ist immer noch sehr rah angesiedelt. Das mag wohl an den hohen Ansprüchen des Fischotters legen, denn er verlangt fischreiches, sauberes Wasser und bewachsene Ufer, was sehr selten in Bayern ist. Am häufigsten ist der Fischotter heute im bayrischen Wald angesiedelt.

Auch größere Weggefährten sind wieder vertreten. Bär und Wolf, streifen wieder durch Bayerns Wälder. Durch die Jagdleidenschaft der Menschen wurden Braunbär und Wolf komplett ausgerottet, heute kommen sie über die Grenzen von Tschechien und Österreich nach Bayern.

Wilde Raubkatzen wie der Luchs und die Wildkatze schätzen ebenso wieder bayrisches Territorium. Aufgrund erfolgreicher Aufzuchtstationen und Wiedereinbürgerungsmaßnahmen schleichen die Großkatzen wieder durch die bayrischen Wälder. Die Wildkatzen wurden komplett ausgerottet, da sie aufgrund von Nahrungsknappheit Nutztiere reissten. Dies forderte die Jäger zur kompletten Ausrottung auf.

Ebenso in der Luft zeigt sich wieder ein alter Bekannter. Der Seeadler ist wieder nach Bayern zurück gekehrt. Am häufigsten ist der gewaltige Raubvogel heute in der Oberpfalz zu Hause. Sie sind sehr empfindlich und haben nur selten eine Brut, deshalb ist der König der Luft nur rah vertreten. Der Nachtschwärmer Uhu allerdings zeigt eine nicht so positive Bilanz, nach jahrelanger erfolgreicher Entwicklung des Bestandes ist der König der Nacht heute stark vom Aussterben bedroht. Die stetige Veränderung der Natur und das Eingreifen des Menschen ist Schuld am Aussterben wilder Tiere.

 

Siehe auch Bedrohte Tiere in Bayern