Schildkröten im Westpark – Entwarnung?

In vorangegangenen Artikeln haben wir uns mehrmals dem Thema Schildkröten im Westpark gewidmet. Im Zentrum unsere Aufmerksamkeit stand die Sorge um die Tiere, da diese vermutlich den kalten Winter nicht überleben würden. Wir recherchierten und erfuhren von der traurigen Realität vieler Reptilien und den Missständen bei deren Haltung.  Zu oft werden Schildkröten für den internationalen Tiermarkt produziert und von gewissenlosen Tierhändlern an ahnungslose Kunden verkauft. Nach nicht allzu langer Zeit wachsen die niedlichen Schildkröten zu stattlichen Tieren heran und die Besitzer sind mit der Haltung überfordert. Nicht selten entschließen sich dann diese „Tierfreunde“ dazu die Tiere der freien Natur auszusetzen.

Dort werden sie zum Problem und sterben einen qualvollen Tod. Diesen Hingang wollten wir  „unseren“ Schildkröten im Westpark ersparen und haben auf direktzu.muenchen.de/Ude  nachgefragt. In einem Kommentar auf unseren Beitrag erhielten wir die Information, dass die Schildkröten im Westpark dort sozusagen wohnhaft sind. Sie wären ein Überbleibsel der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) von 1983. Damals seien  Sie  dort extra angesiedelt worden, sollten aber nach der Ausstellung wieder eingefangen werden. Dies hätte aber nicht
so ganz geklappt und seit dem vermehrten sie sich fleißig. Als Fazit wird gezogen, dass kein Grund zur Sorge bestünde, schließlich hätten wir ja seit 1983 ein paar kalte Winter gehabt.

Grund zur Erleichterung? Wir recherchieren weiter und stoßen auf einen Artikel bei Merkur Online. Offensichtlich sind die Tiere zum Streitpunkt zwischen Stadtverwaltung und dem Münchner Tierheim geworden. Sind sie Überbleibsel der IGA ist die Stadt für deren Wohl verantwortlich, dies wird aber laut des Artikels von der Stadt bestritten, schließlich könnte es sich bei den Tieren ja auch um ausgesetzte Tiere handeln, so das KVR.

Die Frage ist, wie sieht die verantwortungsvolle Umgehensweise mit den gepanzerten Münchnern im Westpark aus? Was meinen Sie?