Sauberkeit der Städte: Hundekot ade

Kürzlich war ich mal wieder übers verlängerte Wochenende in Berlin. Ich genieße die herrliche Lässigkeit der Berliner. Insbesondere im „Ostteil“ schlendere ich gerne durchs Kiez. Bevorzugt in Mitte, Prenzelberg (der coolere Name für Prenzlauer Berg) oder Friedrichshain. Im Westen entdecke ich gerne die Straßenzüge von Kreuzberg. Dabei gibts immer wieder Neues und Skurriles zu entdecken. Die Cafés sind meist sehr individuell und gemütlich im 60er-Jahre-Couch-Look eingerichtet. Jede Kneipe hat ihre eigene Färbung. In den Boutiquen oder besser gesagt: Klamottenläden finde ich immer eine witzige Auswahl, weg von den 08/15-Kaufhaus-Ketten. Das beste ist, dass in Berlin offensichtlich der Euro mehr wert ist als in München – und zwar deutlich. Dies schlägt sich in allen Bereichen nieder. Vor allem bei den Mieten profitieren die Berliner.

Das alles weiss ich sehr zu schätzen und hat durchaus Vorteile im Vergleich zum schnieken und überteuerten München.

ABER:

Jetzt zu einem durchaus nicht zu unterschätzenden negativen Punkt:

BERLIN ERSTICKT IN HUNDESCHEISSE – förmlicher gesagt: in Hundekot. Die Sauberkeit der Straßen und Gehwege läßt zu wünschen übrig!

Um den Tretminen erfolgreich auszuweichen, bedarf es schon akrobatisches Geschick. Darüber hinaus müßte jeder Fußgänger ununterbrochen seinen Blick auf den Gehsteig fokussieren, um bloss nicht in einen Haufen zu treten. Dies wiederum kann zu unangenehmen Kollisionen zu anderen besorgten Mitbürgern führen.  Und der Sinn eines Berlinbummels schlägt vollkommen fehl: Ich übersehe sämtliche coolen Cafés, Szenebars und Shoppingadressen.

Dies kann in München nicht passieren! Ein absoluter Vorteil dieser blitzeblank herausgeputzten Stadt. Ich kenne keine andere Stadt, die sauberer ist, als München. Wenn es Gegenstimmen gibt: Bitte melden. Die sogenannten Hundekotbehälter sind in regelmäßigen Abständen an Münchens Freizeitmeilen platziert. Und sie sind auch noch mit den wunderbaren Plastiksäckchen gefüllt.

In Berlin habe ich sogar auf einer sogenannten Hundewiese keinen einzigen Spender gefunden. Nicht einmal Abfallbehälter. Lediglich einen einzigen Müllbehälter am Parkplatz. Sehr schade…Was ist der Grund dafür? Sind die Berliner vor Hundeliebe menschenfeindlich geworden? Sind sie so verarmt, dass ihnen sogar das Geld für ein kleines Hundekot-Beutelchen fehlt? Die Gründe dafür sind noch zu erforschen.

Deswegen, liebe Münchner: Genießt es, im Englischen Garten, an der Isar oder sonstwo in der Stadt, in Ruhe genüßlich spazieren zu gehen  und gefahrlos shoppen gehen zu können. Dafür zahle ich doch gerne den ein oder anderen Euro mehr, oder?