Hunde und Schokolade – Teil 2

Wie bereits in einem unserer letzten Artikel angekündigt, wollen wir uns heute mit dem Thema Hunde und Schokolade, beziehungsweise mit den Auswirkungen der Verfütterung der Süßigkeit an die Vierbeiner beschäftigen.
Das Wichtigste gleich zu Beginn: Schokolade ist für Hunde giftig! Der Grund dafür ist der im Kakao enthaltene Stoff Theobromin, welcher von Tieren nur langsam abgebaut werden kann.
Also ist festzuhalten, dass Schokolade für den Hund umso giftiger ist, je höher der darin enthaltene Gehalt an Kakao und somit an Theobromin ist und je kleiner/leichter der Hund.

Verschiedene Schokoladensorten haben einen unterschiedlichen Kakao– und somit auch Theobromingehalt. So haben beispielsweise Milchschokolade 1,5-2 mg/g, Kochschokolade 14-16 mg/g und dunkle Schokolade (90%) 26 mg/g. Die letale, also tödliche, Dosis (LD50) an Theobromin beträgt bei Hunden etwa 300 mg/kg Körpergewicht. Dies entspricht einer Menge von circa 150 g bei Milchschokolade, 18,7 g bei Kochschokolade und 11,5 g bei dunkler Schokolade (90%) pro kg Körpergewicht des Hundes.
Anders ausgedrückt: für einen Hund mit 10 kg Körpergewicht beträgt die tödliche Dosis circa 1,5 kg bei Milchschokolade, 187 g bei Kochschokolade oder 115 g bei dunkler Schokolade (90%).

Jedoch ist anzumerken, dass die minimale letale Dosis bereits bei 100 mg/kg liegt und schwere Vergiftungserscheinungen schon bei einer viel geringeren Dosis auftreten können.

Mögliche Symptome für eine Schokoladenvergiftung beim Hund sind unter anderem Unruhe, Zittern und Krampfanfälle, häufig auch Erbrechen und Durchfall.
Hat der Hund einmal zu viel Schokolade gefressen, ist unbedingt eine schnelle tierärztliche Versorgung erforderlich.

Mein Fazit: Hunde und Schokolade passen nicht zusammen! Die Vierbeiner sollten statt mit Süßigkeiten lieber mit etwas für sie ungefährlichem, wie zum Beispiel Hunde-Snacks oder Hundewurst, belohnt werden.

Quellen:
Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich
Wikipedia