Hund allein zu Hause – Einzelhaft für den Hund

Mein Name ist Tim. Ich bin ein 4 Jahre alter, mittlerweile doch recht stattlich gewachsener Labrador. Bin stolzer Besitzer eines glänzenden, schwarzen Fells und sehe super aus. Das behauptet jedenfalls auch mein Frauchen und ihre Freundinnen.

Am liebsten spiele ich mit anderen Hunden im Park und auch mit meinem Frauchen. Allerdings hat sie nur sehr wenig Zeit für mich. Denn sie muss Geld verdienen, damit sie sich selbst und auch mir gutes Futter kaufen kann. Ich bin einer von vielen Hunden allein zu Hause. Sie verläßt in der Regel um 8 Uhr die Wohnung und kommt nicht vor 18.30 Uhr nach Hause. Meist hat sie nur am Wochenende Zeit, sich länger um mich zu kümmern. Darüber bin ich sehr traurig.

Wir leben in München und mein Frauchen jammert regelmäßig, wie teuer das Leben hier ist. Sie kann sich deswegen nur eine sehr kleine 2-Zimmer-Wohnung leisten. Da ich schon recht groß bin, habe ich keine Möglichkeit, in der kleinen Wohnung rumzutollen.

Ich merke schon seit längerer Zeit, dass sich Speckröllchen ansetzen. Die würde ich sehr gerne abtrainieren, aber wie denn? Bei dem kurzen Gassigehen in der früh und am Abend habe ich nicht genug Zeit und Gelegenheit, meine Fettpölsterchen loszuwerden. Deswegen warte ich immer sehnsüchtig auf das Wochenende und hoffe, dass mein Frauchen sich aufraffen kann, mit mir ausführlich an den Isarauen spazieren zu gehen. Dort treffe ich immer andere Hunde, mit denen ich spielen und herumtollen kann. Und manchmal darf ich auch ohne Leine frei herumlaufen.

Das ist allerdings nicht immer erlaubt. Wenn ich Sonntag Abend wieder in meinem viel zu engen Körbchen liege, blicke ich zurück auf das tolle Wochenende und wünsche mir, dass die Woche sehr schnell vergeht. Ich wünsche mir, dass mein Frauchen bald einen Partner findet, der ein Haus mit großem Garten auf dem Land besitzt und sie mit ihm und mir dorthin zieht. Oder dass sich jemand anderes um mich kümmern kann, wochentags zwischen 8 – 18 Uhr. Das ist ein Hundeleben!