Füchse – Leben mit dem Fuchs

Der Fuchs hat das angenehme Leben in der Großstadt für sich entdeckt und bevölkert zunehmend den Lebensraum der Menschen. Laut Angaben des Kreisverwaltungsreferats München leben fast 2.000 Füchse im Stadtgebiet.
Ist Ihnen schon ein Fuchs begegnet?
Lernen Sie den Umgang und das Leben mit dem Fuchs kennen.

Der Fuchs, ein kleines räuberische Wildtier, hat die Annehmlichkeiten in städtischen Siedlungen erkannt und hat jede Menge Platz für sich und seine Fuchsfamilie errungen. Kaum zu glauben, dass sich Meister Reinicke in einer lauten und überfüllten Großstadt wohlfühlt, aber das warme Klima, das große Nahrungsangebot sowie der geringe Jagddruck, hat den Fuchs nach München gelockt.

Anzutreffen ist der Fuchs in Gärten, Parks oder unter Garagen. Das Nahrungsangebot ist groß. Längst haben Füchse ihren Speiseplan von Mäusen oder Kleintieren auf menschliche Nahrungsreste umgestellt. Zudem hat der heimische Rotfuchs keine natürlichen Feinde.

Obwohl der Fuchs klein und niedlich aussieht, sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei dem Fuchs um ein Raubtier handelt. Ein Tier, das sich normalerweise in freier Wildbahn aufhält.
Der Fuchs verhält sich im Regelfall gegenüber den Menschen nicht aggressiv, jedoch sollte man einen gebührenden Abstand zu dem heimischen Wildtier halten. Durch die angeborene Scheue der Füchse geht er den menschlichen Stadtbewohnern aus dem Wege. Offensichtlich ist der Fluchtinstinkt der „Stadtfüchse“ erheblich geringer als in der freien Natur. Die Füchse haben sich mittlerweile an das Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnt und zeigen immer weniger Berührungsängste. Gerade neugierige Jungfüchse trauen sich bis auf wenige Meter an die Zweibeiner heran.

    • Was tun wenn ich einem Fuchs begegne?

Sollte es zu einer unbeabsichtigten Begegnung mit einem Fuchs kommen, gehen Sie auf Abstand und bewahren Sie Ruhe. Halten Sie dem Wildtier einen Fluchtweg frei. Auf keinen Fall den urbanen Fuchs füttern oder anlocken.
Kleine Fuchswelpen dürfen nicht berührt oder weggenommen werden. Die Elterntiere sind meist in der Nähe oder auf Futtersuche und kommen zurück.

    • Ein Fuchs im Garten!

Eingezäunte Gärten und Grundstücke sind für Füchse kein Hindernis. Der Fuchs ist in der Regel ein dämmerungs- bzw. nachtaktives Tier. Um das Einnisten des Fuchses und seiner Familie zu vermeiden, entfernen Sie alle verfügbaren und leicht zugänglichen Nahrungsquellen wie Hunde- und Katzenfutter. Mülltonnen fest verschlossen halten. Das Vogelhaus und das darin enthaltene Vogelfutter aus der Reichweite des Fuchses anbringen. Gartenhäuser, Hohlräume oder andere Unterschlupfmöglichkeiten für den Fuchs gut verschließen.

Sollte sich ein Fuchs bereits schon im Garten heimisch fühlen, kann das Versprühen eines übelriechenden Duftes hilfreich sein. Durch die Geräuschempfindlichkeit der Wildtiere, kann Lärm und Unruhe den Fuchs vertreiben.

Befindet sich jedoch bereits Fuchswelpen auf dem Grundstück, gilt die Schonzeit. Von März bis Juni muss die Jungenaufzucht in heimischen Garten hingenommen werden. Es ist keine Störung oder Entfernung der Tiere erlaubt.

    • Gefahr für Haustiere?

Die Füchse sind Raubtiere und gehen ebenfalls in der Stadt auf Beutezug. Da kann es durchaus für Haustiere im Garten wie Geflügel, Meerschweine oder Kaninchen gefährlich sein. Deshalb sind Kleintiere nachts in einem verschlossen und einbruchsicheren Stall in Sicherheit. Tagsüber ist es sinnvoll die kleinen Haustiere in einem massiven und abdeckbaren Gehege unterzubringen.

Für ausgewachsene Haustiere wie Hunde oder Katzen besteht keine Gefahr. Der Fuchs meidet diese Gärten und geht einer Auseinandersetzung mit möglicher Verletzungsgefahr aus dem Wege.

    • Kranke oder verwaiste Füchse:

In dem Fall, dass kranke Füchse oder verwaiste Fuchswelpen aufgefunden werden, wenden Sie sich bitte an die Tierschutzinspektion des Tierschutzvereins in München.

    • Tollwutgefahr?

Die Bundesrepublik gilt derzeit als nahezu tollwutfrei. Trotzdem ist ein vorsichtiges Verhalten gegenüber dem Fuchs anzuraten. Für alle Fälle bietet eine Tollwutimpfung den erforderlichen Schutz. Um die Infektionsgefahr zu minimieren darf der Fuchs nicht berührt werden. Den im Garten aufgefundenen Fuchskot umgehend in der Mülltonne entsorgen.

    • Fuchsbandwurm:

Durch das große Nahrungsangebot in der Stadt werden von den urbanen Füchsen weniger Mäuse gefressen, die als Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm gelten. Die Stadtfüchse zeigen eine deutlich geringere Durchseuchungsrate mit dem Fuchsbandwurm auf als die in der Wildnis lebenden Füchse.
Das Veterinäramt München hat folgende Maßnahmen empfohlen.

Das Referats für Gesundheit und Umwelt München stellte einen Informationsblatt zum Thema Fuchsbandwurm zur Verfügung. Zusätzlch gibt es einen Flyer über die Gefahren des Fuchsbandwurmes.

Die Fuchsräude ist durch Therapiemöglichkeiten, keine Gefahr für Mensch und Haustier. Der Fuchs ist jedoch der Hauptüberträger und kann durch Kontakt die Haustiere und den Mensch infizieren.

    • Jagdrecht:

Die Füchse unterliegen dem Jagdrecht und haben keine Schonzeit. Nur Elterntiere während der Aufzucht der Jungfüchse haben von März bis Juni Schonzeit. Das Jagen und Fallenstellen auf Füchse ist im Regelfall nur einen Jagdscheininhaber erlaubt.

>>Die Füchse bereichern die Fauna in dem Stadtgebiet von München. Sie gehören zum städtischen Leben dazu. Ein umsichtiges Miteinander zwischen Fuchs und Mensch macht eine Lebensraumteilung möglich. <<

Umfassende Informationen und alles über Füchse .

Sollte es ernsthafte Probleme mit Füchsen geben, kann die Untere Jagdbehörde des Kreisverwaltungsreferats München weiter helfen.
Kontakt Jagdbehörde: waffn.kvr@muenchen.de