Frettchen: lustige Kobolde, kleine Chaosstifter

Frettchen brauchen immer mindestens einen Artgenossen zum Kuscheln und Spielen. Bild: Sarina Maar

 

Das Frettchen ist in Deutschland leider zu einem „Trend-“ Haustier geworden. Dabei informieren sich sehr viele Interessenten viel zu wenig über die kleinen, durchaus sehr süßen Tiere. Die Haltungs-Anforderungen an Frettchen sind nicht mal ansatzweise zu vergleichen mit anderen Kleintieren. Brauchen sie doch sehr viel Auslauf oder am besten ein eigenes Zimmer oder Teile der Wohnung zum Toben.

Zudem müssen Frettchen immer mindestens zu zweit gehalten werden. Einzeltiere sind totunglücklich und tragen schwere psychische Störungen von der Haltung ohne Artgenossen davon.

Ebenso haben Frettchen in Haushalten mit kleinen Kindern nichts verloren. Die frechen Kerle zwicken nämlich sehr gerne mal. Das gehört bei einem Frettchen zur Kommunikation und muss nicht zwingend böse gemeint sein. Ebenso gehört frisches, rohes Fleisch, am besten ganze Futtertiere wie Mäuse oder Kücken, zur artgerechten Ernährung eines Frettchens dazu, da sie zu den so genannten Carnivoren (Fleischfresser) gehören. Die Fütterung solcher Sachen darf einem nichts ausmachen, ebenso muss man „bissfest“ sein. Denn hat man das Zeug zum Frettchenhalter.

Trotzdem sind die kleinen Kobolde hoch spannende, sehr lustige Hausgenossen. Wer ein kleines Frettchenrudel sein Eigen nennt, hat nie Langeweile daheim. Allerdings sollte die Anschaffung gut überlegt und vor allem gut vorbereitet sein. Denn genauso wie bei anderen Tierarten sitzen viel zu viele wieder abgegebene Frettchen in Tierheimen und Hilfen.

 

Diverse Internetseiten und Foren bieten umfangreiche Informationen zu dieser Tierart. Wer sich für Frettchen interessiert kann sich zum Beispiel hier anmelden: www.das-frettchenforum.de oder hier quer lesen: www.frettchen-muenchen.de

Buchtipp: Kim Schilling: Frettchen für Dummies. 2004, ISBN 3527701567

 

Frettchen sind neugierig und wollen immer dabei sein

Frettchen sind neugierige Gesellen und wollen immer ganz vorne mit dabei sein. Bild: Sarina Maar