Die Probleme der arbeitenden Hundebesitzer – Lösung in Sicht

Seit einem Jahr ist mein Freund Maximilian stolzer Besitzer eines spanischen, kurzhaarigen Windhundes. Er heißt Bolero. Er hat sich diesen Traum nach langem Pro und Contra erfüllt.

Die Pros haben letztendlich überwogen: Er liebt diese Rasse, so anmutig und schön. Sein Fitnesslevel hat sich enorm verbessert: Er ist täglich in frischer Luft und hat seine Fettpölsterchen reduziert. Anstelle Geld für ein unpersönliches Fitnessstudio auszugeben, investiert er es lieber in Bolero, der dankbar sein hochwertiges Futter genießt. Er fühlt sich nicht mehr so einsam und hat einen treuen Weggefährten, der sich nie über seine Launen beschwert u.v.a.m.

Und nun zu den Contras:

Leider hat er  unterschätzt, dass Hunde auch sehr zeitaufwändig sind und sehr viel Auslauf brauchen. Gerade bei seinem Windhund reicht es nicht aus, ihn zweimal am Tag schnell Gassi zu führen. Er braucht intensive und aktive Bewegung. Die große Leidenschaft der Windhunde ist die Hetzjagd…

Maximilian lebt mitten in der Stadt München und  hat einen stressigen Job als Außendienstmitarbeiter. Das schlechte Gewissen, dass sein Hund in seiner 50 qm-Wohnung während seiner langen Arbeitszeiten von Montag bis Freitag leidet, wird zunehmends höher. Er merkt seinem Hund auch an, dass er sich in der Wohnung nicht wohl fühlt. Jeden Tag, wenn er die Wohnungstüre aufsperrt, rast Bolero auf ihn zu und kann es kaum erwarten, mit ihm in den nahe gelegenen Englischen Garten zu laufen.

Als er  kürzlich wegen einer Grippe von der Arbeit zu Hause blieb und zur Genesung mit dem Hund spazieren ging, fielen ihm gleich zwei Frauchen mit mehreren Hunden an der Leine auf. Er hat eine Hundesitterin davon angesprochen, die ihm Freude strahlend entgegen lief.  Sie betreute vier größere Hunde, die ähnlichen Alters waren. Während des gemeinsamen Spaziergangs hat er sich entschieden, seinen Bolero bei dieser Hundesitterin während seiner Arbeitszeiten betreuen zu lassen. Schon nächste Woche gehts los. Die Hundebetreuerin holt Bolero in der Früh bei ihm ab und gibt ihn um 19 Uhr zurück. Sie wohnt ausserhalb Münchens in einem Haus mit großem Garten. Dort können sich die Hunde nach dem zweimal täglichen und ausführlichen Spaziergang aufhalten.

Sein schlechtes Gewissen hat sich in ein gutes Gewissen verwandelt.