Der Igel im Garten – Was ist zu beachten?

In der heutigen Zeit haben es Wildtiere, wie z.B. der Igel immer schwerer zu überleben. Ihr Lebensraum wird ständig kleiner und somit finden sie auch schwieriger geeignetes Futter. Was ist zu beachten, wenn man den unter Naturschutz stehenden Stacheltieren beim Überleben helfen will?

Igel suchen sich als Behausung Plätze, an denen sie sich gut geschützt verstecken können. Diese Möglichkeit bieten ihnen z.B. Hecken, Bodendecker, Baumwurzeln, überwucherte Steinhaufen, Garten- und Gerätehäuschen, Kaninchenställe, Holzstapel sowie Reisig- und Komposthaufen. Wichtig ist, dass es sich dabei um trockene Orte handelt. Für den Nestbau verwendet der Igel trockenes Laub, Gras und Moos.

Igel sind Insektenfresser. Daher freuen sich die Tiere immer, wenn sie im Garten liegengebliebene Blätter finden. Denn: unter den Blättern halten sich die Würmer, Larven und andere Bodeninsekten auf. Im Frühjahr fressen Igel die Gelege von Schnecken und betätigen sich hierbei als kleine Gartenhelfer im Bereich der Ungezieferbekämpfung. Vereinzelt gönnen sie sich auch einmal eine ausgewachsene Schnecke. Daher Vorsicht mit Schneckenkorn, es ist auch für den Igel tödlich! Lebenswichtig ist für sie zudem eine kleine Wasserstelle.

Im Garten befinden sich etliche Gefahrenquellen für die kleinen Wildtiere. Diese sind z.B. Swimmingpools und Teiche sowie Gruben oder Schächte, die keine Chance zum Herausklettern bieten. (mögliche Lösung: Anlegen einer Seichtzone im Gewässer oder Befestigung eines rutschfesten Brettes am Rand). Nicht zu unterschätzen sind auch Maschendraht, Drahtnetze, Röhren oder schmale Ritzen und Spalten. Igel können darin hängenbleiben, da beim Rückwärtsgehen ihre Stacheln sperren. Igel sind sehr neugierig, daher stellen auch Mülltüten eine große Gefahr dar. Es kann vorkommen, dass sie diese aufbeißen und sich darin verstecken. Deshalb am besten im Garten keine unnötigen Sachen herumliegen lassen und beim Aufräumen bzw. Wegwerfen von Materialien auf eventuell versteckte Tiere achten. Bei Gartenarbeiten sind der Laubsauger (versehentliches Einsaugen von Kleintieren möglich) und das Laub-/Gras-Abflammgerät Gefahrenquellen.

Fazit: Gestaltet man den Garten etwas naturnäher, erleichtert man den Igeln ohne großen Aufwand den Kampf ums Überleben.