Der Alltag eines Hundesitters – der perfekte Beruf für Hundeliebhaber

Eine Freundin erzählte mir kürzlich ihren spannenden Alltag als Hundesitterin:

„5.30 Uhr morgens in München-Solln. Der Wecker reißt mich aus meinen süßen Träumen. Gerne würde ich mich nochmal umdrehen und noch 2 Stunden schlummern. Ich ziehe die Jalousien hoch: Es ist noch dunkel und es regnet in Strömen.  Eigentlich ein Tag zum Im-Bett-bleiben.

Wenn da nicht meine große Leidenschaft schon sprichwörtlich auf mich wartet! Ich bin seit zwei Jahren hauptberufliche Hundesitterin. Aus meiner damaligen Not habe ich eine Tugend gemacht. Als ich vor drei Jahren arbeitslos wurde und ich mit meinen 52 Jahren keinen Anschlußjob mehr gefunden habe, entwickelte ich aus meiner Liebe zu Hunden eine Geschäftsidee. Ich machte mich als Existenzgründerin selbständig mit dem Beruf einer professionellen Hundebetreuerin.

Die Voraussetzungen dafür sind ideal: Ich habe ein großes Haus mit einem riesigen Garten in München Solln von meinen Großeltern geerbt. Seit meiner Kindheit bin ich von Hunden umgeben.  Meine Liebe zu Hunden ist mit den Jahren gewachsen.  Das große Problem war ständig: Wohin mit dem Hund während meiner Arbeitszeit? In manchen Jobs durfte ich meinen Hund mit ins Büro nehmen. Doch nicht immer hatte ich das Glück eines hundefreundlichen Chefs oder Kollegen. In diesen Phasen hat sich dann meist meine Mutter, die in der Nähe wohnt, um mein Zamperl gekümmert.

Nun bin ich in der glücklichen Situation, dass ich keine Miete mehr bezahlen muss und ich sehr viel Platz in einem großen Haus habe.  Auf einen gut bezahlten Bürojob konnte ich deswegen durch meine Erbschaft verzichten. Und als naturliebende und sportliche Frau, die alleinstehend ist, wurde meine Idee in die Tat umgesetzt: Ich bin mit vollem Herzblut und Leidenschaft Dogsitterin. Meine „Arbeitszeit“  sind die Parks rund um München, die Isar und der Englische Garten – je nach den Wohnorten meiner Kunden.

Für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Herrchen und Frauchen sind glücklich und haben als Angestellte / Arbeitende wieder ein gutes Gewissen ihren Hunden gegenüber. Die Hunde sind glücklich und haben genug Auslauf und Spielkameraden. Und ich bin auch glücklich und verdiene mir meine Lebenshaltungskosten sozusagen im Spaß.“