Bedrohte Tiere in Bayern

Die Rote Liste gefährdeter Arten wird seit 1966 jährlich von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources veröffentlicht. Sie enthält eine Auflistung und Kategorisierung bedrohter Tier- und Pflanzenarten auf der Welt. Grundlage der Liste sind Auswertungen wissenschaftlicher Ergebnisse. In Deutschland existieren auch nationale und regionale Listen. In Bayern wurde die Rote Liste zuletzt im Januar 2005 herausgegeben. Herausgeber ist das Bayerische Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Seit 1998 gibt es ebenfalls eine Blaue Liste, die erfolgreich erhaltene Tier-, und Pflanzenarten aufzählt.

Die Gefährdung der Arten wird in der Roten Liste verschieden kategorisiert. Dieser Einteilung erstreckt sich von den Ziffern 0 (ausgestorben oder verschollen) bis 3 (gefährdet), und R (extrem selten), G (Gefährdung anzunehmen), D (Daten mangelhaft) und V (Vorwarnliste).

In Bayern vom Aussterben bedroht ist, unter anderem, die Wiesenweihe. Sie ist ein schlanker, mövenartiger Greifvogel. Das Männchen ist blaugrau mit schwarzen Streifen auf dem Flüge. Das Weibchen ist oben brauen mit einem weiß leuchtenden Bürzel und unten braun gestreift. Sie haben eine Spannweite von bis zu 115, und eine Körperlänge von bis zu 47 cm. Der Bodenbrüter überwintert südlich der Sahara.

Das Birkenhuhn ist ebenfalls vom Aussterben bedroht. Es hat die Größe des deutschen Haushuhns. Die Männchen sind schwarz, die Weibchen braun-beige. Der Standvogel ist überwiegend in den in der oberen Waldgrenze der Alpen beheimatet.

In der Liste der gefährdeten Arten in Bayern gehört der Weißstorch. Sein Gefieder ist weiß mit schwarzen Handschwingen. Sein Schnabel und seine Beine sind von leuchtend roter Farbe. Er hat eine Spannweite von bis zu zwei Metern, und wird bis zu 100 cm groß. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum in ihrem Erscheinen. Im Winter zieht er nach Afrika und Spanien.